Verlegungen Bundeswehr-Airbus fliegt sechs Intensivpatienten nach Nordrhein-Westfalen

Eine "fliegende Intensivstation" der Bundeswehr hat am Mittwoch sechs Intensivpatienten mit einer Covid-19-Erkrankung nach Köln geflogen. Sie werden in Kliniken in Nordrhein-Westfalen weiter behandelt. Das entlastet die Krankenhäuser in Dresden, Meißen und Pirna.

Patiententransport Dresden
Sechs Covid-Patienten wurden mit einem Luftwaffen-Airbus verlegt. Bildrechte: Tino Plunert

Eine Bundeswehr-Maschine vom Typ A310 MedEvac hat am Mittwoch sechs schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus Sachsen ausgeflogen. Nach Angaben des Innenministeriums in Dresden wurden sie nach Köln gebracht und dann auf Krankenhäuser in Köln, Marl, Bonn und Bochum aufgeteilt. Zuletzt hatten die Intensivpatienten auf Stationen in Krankenhäusern in Dresden, Meißen und Pirna gelegen. Zu ihrem Alter und Geschlecht wurde keine Auskunft erteilt. Die Spezialmaschine der Bundeswehr ist wie eine Intensivstation ausgestattet, sodass die Patienten während des gesamten Transportes überwacht und behandelt werden können.

Der Airbus A310 "Hermann Köhl" wurde 1988 an die Lufthansa ausgeliefert und fliegt nach Umrüstung in Dresden seit 1996 für die Luftwaffe.

Pro Woche bis zu 20 Verlegungen geplant

Sachsen ist besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Das Land mit der bundesweit niedrigsten Impfquote hatte am Mittwoch eine Wocheninzidenz von 1209,4 und damit mit großem Abstand den höchsten Wert in Deutschland. Bundesweit lag er bei 442,9.

Sachsen gehört zum sogenannten Kleeblatt Ost, das noch die Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasst. Vorsorglich hat Sachsen pro Woche 20 Patienten für eine solche Verlegung angemeldet. Aktuell sind nach Angaben aus dem Sozialministerium noch zwölf Patienten aus elf sächsischen Kliniken für eine Verlegung angemeldet. Es fehle allerdings noch die Zuteilung der Kliniken, in denen die Patienten weiterbehandelt werden können.

Patiententransport Dresden
Hochqualifizierte Mediziner kümmern sich um die Patienten während der gesamten Verlegung. Bildrechte: Tino Plunert

Hubschrauber stehen für Verlegungen bereit

Unterstützt werden die Verlegungsaktionen seit Mittwoch auch durch einen zusätzlichen Rettungshubschrauber, wie die Krankenkasse IKK classic in Sachsen mitteilte. Damit umfasst die Staffel jetzt sechs Helikopter. Das bundesweite Konzept zur strategischen Verlegung von Corona-Intensivpatienten in weniger belastete Bundesländer soll sicherstellen, dass dringend behandlungsbedürftige Patienten weiter versorgt werden können.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 01. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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