Landgericht Dresden Einbruch ins Grünes Gewölbe: Nach Juwelendiebstahl mehr als 300.000 Euro Schaden

Die gestohlenen Juwelen und Diamanten aus dem Grünen Gewölbe Dresden hatten einen unschätzbaren Wert. Beim spektakulären Einbruch 2019 richten die Täter aber auch hohe Sachschäden am und im Museum des Residenzschlosses an.

Vitrine im Grünen Gewölbe
Einbrecher zerschlugen die Vitrinen in der Schatzkammer. Neue Vitrinen haben rund eine Viertel Million Euro gekostet. Bildrechte: picture alliance/dpa/Staatliche Kunstsammlungen Dresden | Alexander Peitz

Nach dem Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe in Dresden hat das Land Sachsen knapp 316.000 Euro für Reparaturen am und im Residenzschloss bezahlt. Das teilte Holger Krause vom Sächsischen Immobilien- und Baumanagement am Freitag im Prozess am Landgericht Dresden mit.

Allein 256.000 Euro hätten die neuen Vitrinen im Juwelenzimmer gekostet, sagte Krause. 32.000 Euro seien wegen des zerstörten Einstiegsfensters, an Spiegeln und anderer Einrichtung in den betroffenen Räumen dazugekommen, sagte Krause als Zeuge vor Gericht. Wahrscheinlich kämen noch weitere Kosten hinzu. Die Reparaturen seien auch noch nicht abgeschlossen. Das von den Einbrechern durchtrennte Fenstergitter sei nach wie vor "ein Provisorium", sagte der Mann.

Ein vergittertes Fenster
Das vergitterte Fenster hatten die Täter durchtrennt. Repariert wurde es nur provisorisch, sagte ein Zeuge im Landgericht Dresden. Bildrechte: TNN

Noch viel mehr Sachschäden

Beim Einbruch ins sächsische Schatzkammermuseum im November 2019 waren mehr als 4.300 Diamanten und Brillanten im Gesamtversicherungswert von mindestens 113,8 Millionen Euro erbeutet worden. Die Sachschäden insgesamt sollen gut eine Million Euro betragen. Sechs Mitglieder eines Berliner Clans stehen deshalb in Dresden vor Gericht. Den sechs Männern im Alter zwischen 23 und 28 Jahren wird schwerer Bandendiebstahl, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung vorgeworfen. Sie sollen auch einen Stromkasten in der Altstadt und ein Fluchtauto in einer Tiefgarage angezündet zu haben.

MDR (kk)/MINA/dpa

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