Umfangreiche Ermittlungen Razzia in Dresden wegen Kinderpornografie

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist offenbar auch die Verbreitung und Nutzung von Kindesmissbrauchsdarstellungen nochmals deutlich gestiegen. Ermittler in Dresden führten deshalb bereits die vierte Großrazzia binnen eines Jahres druch.

Im Kampf gegen das Erstellen und Verbreiten von Kindesmissbrauchsdarstellungen sind am Donnerstag in Dresden die Wohnungen von 20 Beschuldigten durchsucht worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, wurden dabei umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter 53 Handys, 48 Computer und rund 700 andere digitale Speichermedien. Die 126 beteiligten Beamten hätten zudem geringe Mengen Betäubungsmittel, Pyrotechnik und einen Schlagring gefunden.

Vier Razzien binnen eines Jahres

Mit der konzertierten Aktion reagierten die Behörden nach eigenen Angaben auf die zuletzt deutlich gestiegene Zahl von Ermittlungsverfahren im Bereich der Kinder- und Jugendpornografie. Seit vergangenem April habe es drei ähnliche Großeinsätze gegen insgesamt 65 Beschuldigte allein in Dresden sowie den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen gegeben. Die Ermittlungen in den einzelnen Verfahren werden demnach wegen der aufwändigen Auswertung der sichergestellten Speichertechnik noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Quelle: MDR (stt)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 20. Januar 2022 | 17:30 Uhr

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