Urteil Gericht: Sonntagsöffnung im Advent nicht in ganz Dresden erlaubt

Der Dresdner Stadtrat hatte beschlossen, dass Geschäfte an zwei Adventssonntagen im gesamten Stadtgebiet öffnen dürfen. Daraus wird nun nichts. Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen begrenzte die Ladenöffnungen nur auf das Umfeld des Striezelmarktes.

Hell erleuchtet sind die Verkaufsstände auf dem Striezelmarkt in Dresden
Der Striezelmarkt ist der Grund, warum nahegelegene Händler an den beschlossenen Adventssonntagen öffnen dürfen. Bildrechte: dpa

Die Läden in Dresden dürfen am zweiten und vierten Adventssonntag nur rund um die Weihnachtsmärkte in der Altstadt und der Neustadt öffnen. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschieden. Es gab damit einem Antrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi statt. Verdi-Sprecher Jörg Lauenroth-Mago verwies auf die Begründung, wonach die Ladenöffnung am Sonntag mit dem Ereignis in einem unmittelbaren Zusammenhang stehen müsse. Daher wäre es in Ordnung, wenn die Läden um die Weihnachtsmärkte herum geöffnet hätten. Aber:

Der Striezelmarkt ist nicht im gesamten Stadtgebiet, sondern auf einen bestimmten Bereich beschränkt. In diesem Bereich können auch die Läden öffnen.

Jörg Lauenroth-Mago Verdi-Sprecher

Entsetzen im Elbepark

Die Geschäftsführung des Elbeparks reagierte mit Entsetzen auf die OVG-Entscheidung. Die eingemieteten Händler bräuchten dringend die zusätzlichen Umsatzmöglichkeiten, um die Pandemiefolgen zu bekämpfen, hieß es.

Quelle: MDR/sth/mas

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 06. Oktober 2021 | 17:30 Uhr

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