Nationalpark Mehr als 90 Prozent der Wanderwege in Sächsischer Schweiz wieder begehbar

Borkenkäfer, Dürre und Unwetter brachten Bäume im Nationalpark Sächsische Schweiz zum Kippen. Die versperrten Wanderwege. Regelmäßig setzte die Nationalparkverwaltung Forstarbeiter und schwere Maschinen zum Freischneiden ein. Nun sind immer mehr Warnschilder verschwunden: Mehr als 90 Prozent des Wegenetzes ist laut Nationalpark wieder frei begehbar.

Ein Absperrband hängt neben einem Wanderweg in der Sächsischen Schweiz.
Nur wenige Wanderwege sind im Nationalpark Sächsische Schweiz mit solchen Warnschildern gesperrt. Bildrechte: Marko Förster

Ausflügler, die einen Pfingstausflug in die Sächsische Schweiz auf dem Malerweg planen, sollten vorher den Wegeservice der Nationalparkverwaltung studieren: Durch den starken Borkenkäferbefall waren und sind mehrere Wanderwege seit 2019 immer wieder unpassierbar geworden oder mussten gesperrt werden.

Wege werden regelmäßig freigeschnitten

Betroffen von Sperrungen war damals fast jeder zehnte Wanderweg. Doch durch regelmäßiges Freischneiden sind nur noch wenige Wege unbegehbar. Wie MDR SACHSEN aus Kreisen der Nationalparkverwaltung erfuhr, werden bedrohte Wanderwege im Schnitt alle sechs Wochen freigeschnitten.

Borkenkäfer
Der Borkenkäfer bedroht in der Sächsischen Schweiz den Nadelwald. Bildrechte: Dorte von Stünzner

Aktuell rund sechs Prozent der Wege gesperrt

Ende April waren rund 25 Kilometer Wanderwege und damit 6,5 Prozent infolge umgestürzter Bäume unpassierbar oder gesperrt, teilte das sächsische Umweltministerium mit. Dieser Anteil nehme aktuell weiter ab. Vor einem einem Jahr stufte der Nationalpark mit 35 Kilometern noch knapp neun Prozent der Wanderwege im 400 Kilometer umfassenden Wegenetz als unpassierbar ein.

Ein Schreitbagger beräumt Wanderwege im Nationalpark Sächsische Schweiz von umgestürzten Bäumen. Das Arbeitsgerät hält ein Aufprallgewicht von 17 Tonnen aus und schützt so die Forstarbeiter.
Ein Schreitbagger beräumt Wanderwege im Nationalpark Sächsische Schweiz von umgestürzten Bäumen. Bildrechte: Hanspeter Mayr/Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz

Schreitbagger hält 17 Tonnen Aufprall aus

Um umgestürzte Bäume aus dem Weg zu räumen, setzt der Nationalpark seit mehreren Jahren schwere Waldmaschinen ein. Darunter ist ein Schreitbagger. Die Arbeitmaschine ist laut Nationalparkverwaltung gegen Aufprallkräfte von 17 Tonnen geschützt, sodass sie in Arealen mit umsturzgefährdeten Bäumen eingesetzt werden, ohne die Forstarbeiter zu gefährden.

Herbstwanderer
Wanderwege im Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz sind immer wieder durch umstürzende Bäume abgeschnitten. Bildrechte: MDR/Studio Klarheit

Besonders Fichten umsturzgefährdet

Die Situation auf den Wanderwegen verläuft dynamisch. Bei Stürmen könne es passieren, dass bereits beräumte Wegabschnitte erneut unpassierbar werden, sagt Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen). Besonders der Fichtenbestand im südlichen Teil des Nationalparks ist laut Nationalpark gefährdet.

MDR (wm)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 17. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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