Tourismuskonzept Sächsische Schweiz will künftig auch als Winterziel punkten

An Wochenenden mit schönem Wetter gibt es manchmal keinen Stehplatz mehr in den S-Bahnen von Dresden in die Sächsische Schweiz. Dennoch wollen die Touristiker mit ihrer Region nicht nur schlichtes Massenziel sein, sondern mit Qualität punkten. Auch die Wintersaison soll besser vermarktet werden - alles in enger Abstimmung mit den Einwohnern.

Bastei - Sächsische Schweiz im Winter von Martin Pöschmann aus Dresden
Die Basteibrücke hat auch im Winter ihren Reiz. Das sollten noch mehr Gäste erfahren, meinen die Touristiker des Elbsandsteingebirges. Bildrechte: Martin Pöschmann

Das Elbsandsteingebirge will künftig mehr auf Wintertourismus setzen und sich zu einem Besucherziel für das ganze Jahr mausern. Am Mittwoch stellte der Tourismusverband Sächsische Schweiz in Pirna sein neues Leitbild für die Region vor. Statt Massentourismus solle Qualität geboten werden, hieß es. Weitere Schlagworte sind: Nachhaltigkeit, Vernetzung und Einwohnerbeteiligung. Deren Meinung war zuvor bei einer Befragung eingeholt worden.

Landrat findet Leitbild einen "großen Wurf"

Der Landrat Michael Geisler(CDU), der auch Vorsitzender des Tourismusverbandes ist, sprach von einem "großen Wurf für die Sächsische Schweiz". Noch nie hätten sich so viele Partner bei diesem Thema zusammengefunden. Tourismus und Regionalentwicklung seien eng miteinander verflochten. Das Strategiepapier enthält insgesamt 40 konkrete Maßnahmen, die bis 2030 umgesetzt werden sollen.

Massenansturm bringt Nationalpark an seine Grenzen

Allerdings leidet die Region besonders an Wochenenden und Feiertagen von Frühjahr bis Herbst unter einem regelrechten Massenansturm von Wanderern und Klettersportlern, die auch von den geschützten Arealen des Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz nicht Halt machen. Müll, illegale Feuer und Waldbrände sind ebenfalls Probleme im Nationalpark.

In diesem Winter hatte ein Urlaubsgast Wirbel verursacht, der die hohe Anzahl coronakritischer und politikerfeindlichen Äußerungen kritisiert hatte, die von Einheimischen unwidersprochen blieben. Der Tourismusverband sah sich seinerzeit nicht im Stande, Stellung zu der Kritik zu beziehen. In sozialen Netzwerken hatten sich auch andere Sachsen verwundert über politische Einstellungen und Faschingsumzüge in der Sächsischen Schweiz geäußert.

MDR ()

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus Dresden | 04. Mai 2022 | 15:30 Uhr

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