Warntag Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge testet Warnsignale

Im Katastrophenfall muss die Bevölkerung schnell gewarnt werden. Damit die die Abläufe reibungslos funktionieren, hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge einen eigenen Warntag durchgeführt. Digitale Warnungen über Apps, Sirenen und Radio-Warnhinweise wurden getestet.

Sirene auf einem Dach
Sirenen sollen die Bevölkerung im Ernstfall vor Gefahren warnen. Bildrechte: dpa

Am Donnerstag hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Zusammenarbeit mit MDR SACHSEN einen Warntag durchgeführt. Kurz nach 11 Uhr wurde im Radioprogramm von MDR SACHSEN eine Warnmeldung verlesen. Auch ein Sirenensignal ist landkreisweit ausgestrahlt worden. Bei dem Signal und der Meldung handelte es sich jedoch nur um einen Test. Auch die Warn-Apps BIWAPP und NINA sowie weitere Regionalsender hatten den Test unterstützt. Um 11:30 Uhr gab es eine Entwarnung über die Sirenen und das Module-Warnsystem des Bundes.

Warntag als Test für den Ernstfall

Landrat Michael Geisler (CDU) zog ein positives Fazit des Warntages:

Die ersten Rückmeldungen sagen, dass alles technisch funktioniert hat. Sowohl über die Warn-Apps als auch über den Rundfunk sind die Informationen entsprechend rausgegangen. Wir würden daher zunächst einmal ein vorsichtiges positives Ergebnis sehen.

Michael Geisler Landrat des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Der Sprecher des Landratsamtes, Thomas Kunz, sagte MDR SACHSEN, man habe bisher die Rückmeldung von 233 der 294 Sirenen bekommen, nur vier hätten nicht funktioniert. "Wir werden jetzt prüfen, woran das gelegen hat. Bei einer konnte das Entwarnungssignal nicht abgestrahlt werden", so Kunz. Die Warnung über den MDR und über Warn-Apps hätte reibungslos geklappt.

Probe für den Ernstfall

Ziel des Aktionstages war den Angaben zufolge der Test der Warninfrastruktur. Zudem sollte die Bevölkerung für Sirenensignale sensibilisiert werden, damit im Ernstfall richtig gehandelt werden kann. Auch das Entwarnungssignal, das in diesem Jahr auf die Sirenen im Landkreis programmiert wurde, konnte so getestet werden. Im Landkreis gibt es nach Auskunft des Landratsamtes 294 Sirenen, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.

Mit dem Test könnten die Menschen im Landkreis sicher sein, dass die Technik im Ernstfall funktioniert, sagte Landrat Geisler. "Unsere Region hat leidvolle Erfahrungen mit Unwettern und Katastrophen gemacht. Deshalb machen wir als Landkreis einen eigenen Warntag, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein", so der Landrat weiter.

Das sollte man im Ernstfall tun (Quelle: Landratsamt Pirna) - Schalten Sie Ihr Rundfunkgerät ein und achten Sie auf Durchsagen.
- Achten Sie auf Information über das Bürger Informations- und Warnsystem (BIWAPP).
- Informieren Sie Ihre Nachbarn und Straßenpassanten über die Durchsagen.
- Helfen Sie älteren und Menschen mit Behinderung. Informieren Sie ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger.
- Befolgen Sie genau die Anweisungen der Behörden.
- Telefonieren Sie nur falls dringend nötig. Fassen Sie sich kurz. Die Hilfskräfte sind auf freie Telefonleitungen angewiesen – besonders in den Mobilfunknetzen.
- Sind Sie selbst und Ihre Nachbarn von Schäden nicht betroffen, dann bleiben Sie dem Schadensgebiet fern. Schnelle Hilfe braucht freie Wege.

Quelle: MDR/mar/sth

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 03. November 2021 | 11:00 Uhr

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