Polizeiermittlungen Waldbrand in Gohrischheide: Jugendlicher soll Feuer gelegt haben

Nach dem großen Waldbrand in einem Waldstück in Zeithain im Landkreis Meißen Ende Juni hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Ein 14-jährige Junge wurde am Freitag als mutmaßlicher Brandstifter festgenommen.

Ein Mann bearbeitet den Waldboden mit einer Hacke.
Anfang Juli brannten in der Gohrischheide Hunderte Quadratmeter Wald. Das Feuer soll absichtlich gelegt worden sein. Bildrechte: dpa

Nach Bränden in einem Waldstück in Zeithain hat die Polizei einen 14 jahre alten Jungen als mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Der Jugendliche steht im Verdacht, in dem Waldstück Gohrischheide zwei verschiedene Feuer gelegt zu haben. Diese hatten sich insgesamt auf 1.000 Quadratmeter Fläche ausgebreitet.

Fahnder der Ermittlungsgruppe "Heide" stellten den Teenager in einem nahen Gewerbegebiet. Er soll noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Ob der Jugendliche für weitere kleinere Brände in der Region verantwortlich ist, prüfen die Ermittler derzeit, hieß es.

Feuerwehrmänner löschen in einem Wald des Naturschutzgebietes Gohrischheide einen Waldbrand
Ende Juni war der Brand bei Zeithain ausgebrochen und dehnte sich bis nach Brandenburg aus. Bildrechte: dpa

Ermittler-Gruppe hatte früh Verdachtsmomente

Die Ermittlungsgruppe war Anfang Juli gegründet worden, um mehrere Brandstiftungen im Landschaftsschutzgebiet Gohrischheide und in Zeithain aufzuklären. Der Brand bei Zeithain war Ende Juni ausgebrochen und dehnte sich bis nach Brandenburg aus. Schon während der Brände waren Polizei und Anwohner von Brandstiftung ausgegangen.

Alte Munition im Boden erschwerte die Löscharbeiten, sodass die Bundeswehr die Feuerwehr mit einem Bergepanzer bei der Brandbekämfpung unterstützte. Mit 800 Hektar war es der größte Waldbrand in Sachsen seit 30 Jahren. Der Schaden geht in die Millionen.

MDR (bbr)/AFP

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 26. August 2022 | 16:00 Uhr

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