Entlastung für Sommerferien Ministerium erstattet Fahrtkosten von Praktikanten teilweise

Im Betriebspraktikum sollen Schülerinnen und Schüler den Ernst des (Berufs)-Lebens kennenlernen und vielleicht den richtigen Ausbildungsberuf finden. Die Fahrtkosten zum Praktikums-Betrieb werden teilweise vom Land erstattet. Doch bislang haben das Geld nur wenige Schülerinnen und Schüler beansprucht.

Eine Frau kauft an einer Haltestelle an einem Automaten eine Fahrkarte für die Straßenbahn.
Praktikanten bekommen meist wenig oder gar kein Geld für ihre Arbeit. Für Fahrtkosten kommt in Sachsen das Kultusministerium auf - zumindest teilweise werden Kosten erstattet. Bildrechte: dpa

Schülerinnen und Schüler können auch dieses Jahr Fahrtkosten für ein Betriebspraktikum in den Sommerferien erstattet bekommen. Wie das Kultusministerium mitteilte, kann der Zuschuss fürs Praktikum von bis zu 30 Euro direkt im Ministerium beantragt werden. Das Antragsformular ist auf dem Praktikumsportal zu finden.

Zwei Praktikanten befestigen eine Zinkplatte an einem Dach.
Beim Praktikum können Schülerinnen und Schüler testen, ob der Beruf "zu ihnen passt". Bildrechte: dpa

Mit 9-Euro-Ticket zum Praktikum - Kosten können erstattet werden

Das 9-Euro-Ticket wird demnach ebenfalls anerkannt und kann nach Ablauf der Gültigkeit abgerechnet werden.

Gut 350 Schülerinnen und Schüler erhielten Zuschuss bislang

Seit dem Start der "Offensive Ferienpraktika" im Sommer 2021 haben den Angaben des Kultusministeriums zufolge 358 Schülerinnen und Schüler einen Zuschuss für ihre angefallenen Fahrtkosten zum Praktikum erhalten. Das Ministerium gab demnach etwa 10.000 Euro dafür aus. Die "Offensive Ferienpraktika" richtet sich an Schülerinnen und Schüler weiterführender allgemeinbildender Schulen, die pandemiebedingt kein reguläres Betriebspraktikum absolvieren konnten. Laut Kultusministerium müssen Schülerinnen und Schüler zur beruflichen Orientierung von der 7. bis zur 10. Klasse mindestens ein Pflichtpraktikum absolvieren.

Ein Ausbilder beobachtet die Arbeit eines Praktikanten beim sägen eines Kupferrohrs.
So gut wie alle Branchen haben in der Praktikumsbörse Angebote für Schülerinnen und Schüler. Bildrechte: Colourbox.de

Formelle Unterschiede zwischen privatem und schulischem Praktikum

Nach Angaben des Ministeriums besteht grundsätzlich die Möglichkeit, ein Betriebspraktikum in den Ferien als schulische Veranstaltung oder als privates Praktikum in den Ferien durchzuführen. Ist das Praktikum eine schulische Veranstaltung, könnten die Schulen eigenständig entscheiden, ob das Betriebspraktikum als schulische Veranstaltung anerkannt wird, heißt es aus dem Kultusministerium.

Anders verhalte es sich bei einem privaten "Ferienbetriebspraktikum". Dazu würden Sorgeberechtigten und Praktikumsunternehmen einen Praktikumsvertrag abschließen, der die Einzelheiten des Praktikums regelt. Dabei seien die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes zu beachten.

Ein Praktikumsbetreuer, steht mit einer Schülerin in einer Produktionshalle.
Ob die Praktika als schulische Veranstaltungen anerkannt werden, entscheidet jede Schule selbst. Bildrechte: dpa

MDR (tfr)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 26. Juni 2022 | 17:00 Uhr

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