Bürgerentscheid gescheitert Wäscherei-Gebäude in Eilenburg kann abgerissen werden

Letztendlich war alle Mühe vergebens: Die Besitzerin einer Eilenburger Wäscherei hat den Kampf um den Erhalt ihres Unternehmens verloren. Die Stadt hatte das Grundstück, auf dem das Wäschrei-Gebäude steht, vor Jahren gekauft und will dort eine Grünfläche anlegen. Zuletzt hatte die Wäschereibesitzerin versucht, das Vorhaben mit einem Bürgerentscheid zu verhindern. Sie bekam aber nicht die dafür notwendige Anzahl an Stimmen.

In Eilenburg ist der Bürgerentscheid über den "Verkauf Nordring 14" am Sonntag gescheitert. 3.229 Ja-Stimmen wären für den Erhalt einer Wäscherei auf dem Grundsstück erforderlich gewesen, teilte Stadtsprecher Heiko Leihe auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Abgegeben wurden demnach jedoch nur 2.527 Stimmen. Davon seien 1.000 Ja- und 1.527 Nein-Stimmen gewesen. Der Bürgereintscheid wurde von der Besitzerin der Wäscherei initiiert. Damit wollte sie den durch den Stadtrat beschlossenen Abriss des Gebäudes verhindern.

Wäscherei wird zur Grünfläche

Bei dem jahrelangen Streit geht es um ein Grundstück, auf dem eine Wäscherei steht. Die Stadt Eilenburg hatte das Areal vor 14 Jahren von einer Erbengemeinschaft gekauft. Das Wäscherei-Gebäude soll abgerissen und auf dem Grundstück eine Grünfläche anlegt werden. Die Pächterin, Cornelia Wagner, arbeitet seit fast 30 Jahren in der Wäscherei. Sie versuchte vergeblich, der Stadt das Grundstück abzukaufen.

Die Stadt hatte der Pächterin angeboten, das Geschäft mit ihren fünf Mitarbeitenden weiter zu betreiben, bis sie aus Altersgründen aufhört. Wagner lehnte ab. Da sie den Betrieb auch langfristig erhalten wollte, ließ sie die Bürgerinnen und Bürger entscheiden. Der Bürgerentscheid kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

Quelle: Stadtverw. Eilenburg/MDR

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 05. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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