Ermittlungserfolg Zollfahndern gelingt Schlag gegen Drogenszene im Raum Nordsachsen

Fünf Kilogramm Crystal, zehn Kilogramm Marihuana, 300 Ecstasy-Tabletten, 11.000 Euro Bargeld, Waffen und eine Cannabis-Plantage mit 500 Pflanzen: So liest sich die Einsatzbilanz von mehreren Razzien des Zollfahndungsamtes aus Dresden. 13 Objekte wurden im vergangenen November in den Landkreisen Nordsachsen und Anhalt-Bitterfeld durchsucht. Zwei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Razzia Nordsachsen Zollfahndung
Zufälliger Fund: Bei den Razzien in Nordsachsen stießen die Ermittler auf eine Cannabis-Plantage mit rund 500 Pflanzen. Bildrechte: Zollfahndungsamt Dresden

Ermittlern aus Sachsen ist ein Schlag gegen die Rauschgiftszene gelungen. Wie das Zollfahndungsamt aus Dresden mitteilte, konnten bereits im November 2021 bei Razzien in den Landkreisen Nordsachsen und Anhalt-Bitterfeld insgesamt 15 Kilogramm Betäubungsmittel im Wert von über einer halben Million Euro sichergestellt werden. Zudem fanden die Ermittler in den 13 durchsuchten Objekten Waffen, 11.000 Euro Bargeld und eine Cannabisplantage.

Marihuana-Geruch führte Ermittler zur Plantage

Bei den beschlagnahmten Betäubungsmitteln handelt es sich den Angaben zufolge um fünf Kilogramm Crystal, zehn Kilogramm Marihuana, 300 Ecstasy-Tabletten. Der typische Marihuana-Geruch führte die Fahnder darüber hinaus zufällig zu einer Cannabisplantage mit knapp 500 Pflanzen. Diese befand sich in einem Wohnhaus im Landkreis Nordsachsen, das nicht Teil der Razzia sein sollte.

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Bei den Razzien wurden auch Waffen sichergestellt. Darunter befand sich eine CO2-Schrotflinte. Auch Schreckschusswaffen, Schlagringe und Butterflymesser wurden sichergestellt. Bildrechte: Zollfahndungsamt Dresden

Zwei Verdächtige in Untersuchungshaft

Im Zuge der Durchsuchungen wurden laut Zollfahndungsamt drei Personen zwischen 32 und 43 Jahren festgenommen. Zwei von ihnen sitzen bis heute in Untersuchungshaft.

Großaufgebot der Polizei

An der Maßnahme waren 100 Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Dresden, der Bereitschaftspolizei Sachsen, der Polizeidirektion Leipzig sowie Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes Sachsen beteiligt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte die Pressemitteilung erst jetzt erfolgen.

MDR (mar)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | 31. Januar 2022 | 10:30 Uhr

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