Anis statt Wild Parforcejagd nach kurfürstlichem Vorbild auf Schloss Hubertusburg

In Wermsdorf ist am Sonnabend wieder traditionelle gejagt worden. Bei der Schleppjagd mit etwa 50 Hunden und 30 Reiterinnen und Reitern kam aber kein Tier zu Schaden. Besucher erlebten das Schloss Hubertusburg im Sonnenschein und konnten im Forst sehen, wie die Hunde eine Anisspur verfolgen.

Reiter sitzen vor Schloss Hubertusburg auf ihren Pferden.
Reiterinnen und Reiter warten vor dem Schloss Hubertusburg auf den Jagdausritt. Bildrechte: MDR/Susann Blum

Am Sonnabend hat in Wermsdorf im Landkreis Nordsachsen die traditionelle Schleppjagd stattgefunden. Unter dem Motto "Hunde auf der Jagd nach der Anisspur" folgte eine Meute von bis zu 50 Fährtenhunden der Duftspur, wie Jagdherr Georg Stähler MDR SACHSEN mitteilte. Begleitet wurden die Hunde von bis zu 30 Reiterinnen und Reitern durch Wald und Gelände.

Ausgangs- und Zielpunkt war Schloss Hubertusburg als ehemaliger Jagdsitz August des Starken. "So kann man die nachgestellte kurfürstliche Jagd miterleben", sagte Stähler. Organisiert wurde das Event vom Reit- und Fahrverein Wermsdorf.

Besucher stehen vor dem Schloss Hubertusburg in Wermsdorf.
In Wermsdorf fand am Sonnabend wieder die traditionelle Schleppjagd mit Hunden und Reitern statt. Start- und Schlusspunkt war das Schloss Hubertusburg. Bildrechte: MDR/Susann Blum

Vom Schloss Hubertusburg in den Forst

Der Tag begann traditionell mit einer Andacht vor der katholischen Schlosskapelle. Danach ertönte das Signal "Aufbruch zur Jagd", wonach Reiterinnen und Reiter in original sächsischer Jagdkleidung die Geiseltal-Beaglemeute, englische Rassehunde, eskortierten. Über Feldwege, Wiesen und durch den Wermsdorfer Forst folgte die Hundemeute einer künstlichen Fährte, dem Duft von Anisöl. Umrahmt wurde das Fährtesuchen durch Hindernissprünge der Pferde und durch Horngruppen, die Jagdsignale spielten.

Jagdimbiss für Besucher und Hundemeute

Auf der Strecke hieß es zweimal Stopp für Meute, Reitende und Jagdgesellschaft. Es wurde zum zünftigen Jagdimbiss gebeten. Der Tag fand mit den sogenannten "Großen Halali" und Curée im Hof des Schlosses Hubertusburg ein Ende. Das Curée ist für die Hunde die Belohnung ihrer Arbeit und besteht häufig aus Rinderpansen.

Eine Reiter in original sächsischer Jagdkleidung sitzt auf einem Pferd. Neben ihm ist eine Hundemeute zu sehen.
Die Hundemeute in Wermsdorf vor ihrem künstlichen Jagdeinsatz. Bildrechte: MDR/Susann Blum

MDR (sme)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 03. September 2022 | 19:00 Uhr

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