Elektromobilität BMW baut zweite Batterie-Fertigung ins Werk Leipzig

Eine zweite Fertigungslinie für Batteriemodule und mehr Personal - der Autobauer gibt für sein Leipziger Werk rund 100 Millionen Euro aus. Damit will sich der Konzern Know-How im Wettbewerb mit anderen Autobauern sichern.

BMW Batterie Modul
Im Leipziger BMW-Werk werden seit April 2021 Batteriemodule für Elektrofahrzeuge hergestellt. Nun soll eine zweite Fertigungslinie hinzukommen. Bildrechte: BMW Group

Ab 2022 soll im Leipziger BMW-Werk eine zweite Fertigung für Batteriemodule in Betrieb gehen. Damit investiert der Münchner Auto-Konzern rund weitere 100 Millionen Euro in den Standort in der Messestadt, sagte ein Unternehenssprecher MDR Sachsen.

Eine erste Fertigung für Batteriemodule war im April 2021 gestartet. Dort werden die einzelnen Zellen, die aus dem Ausland nach Leipzig geliefert werden, zu Modulen zusammengesetzt und im nächsten Schritt in Elektrofahrzeuge eingebaut.

300 neue Mitarbeiter bis 2026

Man wolle das Know-How für die Fertigung im eigenen Haus wissen, um sich im Wettbewerb absetzen zu können, sagte Kai Lichte, Sprecher der BMW Group. Die einzelnen Batteriezellen seien erstmal ein austauschbares Produkt, die Zusammensetzung zu einem Batteriemodul jedoch komplex. Die Module sollen in Elektrofahrzeugen besonders leistungsstark sein, um eine hohe Reichweite zu gewährleisten, erklärte er. Die Komponenten aus Leipzig sollen dann auch an anderen Standorten verbaut werden.

Und es gibt noch einen zweiten Grund für das Unternehmen, die Fertigung in Leipzig anzusiedeln. "Es sichert die Beschäftigung am Standort Leipzig", so Lichte. Es sollen in den nächsten Jahren insgesamt 300 neue Mitarbeiter das Werk in Leipzig eingestellt werden.

35-Stunden-Woche wird eingeführt

Anfang November hatte das Unternehmen bekannt gegeben, auch in seinem Leipziger Werk die 35-Stunden-Woche einführen zu wollen, die bereits für die westdeutschen Kollegen gilt. Dafür hatten Gewerkschaften jahrelang gekämpft. Die Arbeitszeit soll demnach in mehreren Schritten bis 2026 reduziert werden bei vollem Lohnausgleich.

Werk bekommt neue Leiterin

Auch in der Werksleitung steht eine Veränderung an: Hans-Peter Kremser, der bisherige Leiter des Leipziger BMW-Werks wird neuer Chef im ungarischen Debrecen. Seine Stelle übernimmt Petra Peterhänsel, die derzeit Presswerk, Karosseriebau und Lackiererei im BMW-Werk Dingolfing leitet.

Kremser soll ab Januar den Aufbau des Werks nahe der ungarisch-rumänischen Grenze leiten. Dort will BMW nach eigenen Angaben ab 2025 seine auf E-Antrieb ausgerichtete "Neue Klasse" von Fahrzeugen bauen.

Quelle: MDR/ps/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalstudio Leipzig | 10. Dezember 2021 | 14:30 Uhr

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