Verkehrskontrollen Polizei erprobt in Leipzig neues Drogentest-Verfahren

In Leipzig wird seit Dienstag ein neues Drogentest-Verfahren bei Verkehrskontrollen erprobt. Es handelt sich um ein kombiniertes Verfahren aus Gleichgewichts-, Konzentrations- und weiteren Tests und soll neben bisherigen Drogentests bald im täglichen Dienst zum Einsatz kommen.

Ein Polizist hält 2016 im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung einen Autofahrer an.
In Leipzig werden aktuell Verkehrskontrollen durchgeführt, bei denen ein neuartiges Drogentest-Verfahren erprobt wird. Bildrechte: dpa

Die Polizeidirektion Leipzig führt seit gestern neue, umfangreiche Verkehrskontrollen durch. Dazu wurden zwei Kontrollstellen im Landkreis Leipzig eingerichtet - am Störmthaler See und in Bennewitz.

Tests zunächst freiwillig

Erstmals wurden dabei neuartige, spezielle Drogentests mit den Autofahrern durchgeführt - zunächst auf freiwilliger Basis. Die Tests sollen bei Verdacht einer Fahruntüchtigkeit durchgeführt werden. Sie bestehen - neben den bisherigen Alkohol- und Drogentests - aus einer Kombination von Gleichgewichts-, Konzentrations- und weiteren Überprüfungen.

Die gesammelten Fakten sollen eine Bewertung der Fahrtüchtigkeit prüfen, an der Staatsanwaltschaft, Rechtsmedizin und anderen Behörden beteiligt sind. Im Einsatz waren 140 Polizisten, außerdem Hundestaffeln, ein Arzt, der Zoll und ein Vertreter der Staatanwaltschaft. Die Kontrollen werden heute noch fortgesetzt. Ergebnisse sollen später mitgeteilt werden.

Testverfahren erstmals in Sachsen erprobt

Die aktuellen Kontrollen finden im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt der sogenannten Qualifizierten Fahrtüchtigkeitsprüfung, kurz QFP, statt. Hierbei handelt es sich um ein Instrumentarium, beweissicher und auf wissenschaftlicher Grundlage Einschränkungen der Fahrtüchtigkeit anhand standardisierter Testverfahren festzustellen. Geschulte Polizeibeamte führen spezielle Tests bei Fahrzeugführenden durch, die in dieser Form in Sachsen bisher noch keine Anwendung fanden.

Neues Testverfahren bald tägliche Routine

Das Ziel ist, das Verfahren bald in den Alltag der Streifenpolizei zu integrieren. Es diene "nicht dem Selbstzweck, sondern dazu, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Anzahl der Verkehrsopfer zu senken", so Polizeipräsident René Demmler.

MDR (led,cnj)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 15. Juni 2022 | 06:30 Uhr

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