Kriminaltätsschwerpunkt Junger Mann bei Messerattacke in Leipziger Eisenbahnstraße schwer verletzt

Wieder sorgt die Eisenbahnstraße in Leipzig für Schlagzeilen: Ein junger Mann wurde am Sonntag bei einem Messerangriff schwer verletzt. Bereits zuvor gab es dort eine Schlägerei mit Hämmern und Messern. Die Straße bleibt ein Kriminalitätsschwerpunkt in der Messestadt. Die dortige Waffenverbotszone ist demnächst auch Geschichte.

Das Straßenschild der Leipziger Eisenbahnstraße.
Am Wochenende hat die Eisenbahnstraße in Leipzig wieder als Kriminalitätsschwerpunkt Schlagzeilen gemacht: Ein Mensch wurde schwer verletzt, einer anderer bei einem weiteren Vorfall leicht. Bildrechte: dpa

Ein Mann ist auf der Eisenbahnstraße in Leipzig mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Ein Unbekannter habe den 20-Jährigen am Sonntagabend von hinten angegriffen, sagte ein Polizeisprecher. Anschließend sei der Täter unerkannt in Richtung der Hermann-Liebmann-Straße geflohen. Der 20-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Menschen gehen mit Hämmern und Messern aufeinander los

Die Leipziger Eisenbahnstraße gilt als Kriminalitätsschwerpunkt, immer wieder kommt es dort zu Auseinandersetzungen. Nach den Angaben des Polizeisprechers ging nur wenige Stunden vor dem Messerangriff eine Gruppe von acht bis zehn Menschen mit Hämmern und Messern aufeinander los, wobei ein Mann leicht verletzt wurde.

Seit dem Jahr 2018 ist in der Eisenbahnstraße das Tragen von Waffen verboten, wegen mangelnder Effektivität soll das Verbot aber demnächst wieder abgeschafft werden. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hatte die entsprechende Polizeiverordnung im vergangenen März für unwirksam erklärt. Dabei waren erst in den vergangenen Wochen und Monaten Menschen bei Schießereien in der Straße verletzt worden.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 09. August 2021 | 05:30 Uhr

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