Internationaler Behindertentag Sachsens Sozialministerium startet Kampagne gegen Falschparken auf Behindertenparkplätzen

Für eine kurze Erledigung einfach mal auf dem Behindertenparkplatz parken. Das hat wohl jeder Autofahrer schon mal in Betracht gezogen. Mancher hat es es auch getan. Mit einer Plakataktion will das Sozialministerium jetzt in ganz Sachsen auf das Problem hinweisen.

Bodenmarkierung für einen Behindertenparkplatz
Für alle Nicht-Behinderten sind diese Parkplätze tabu. Bildrechte: imago images / Christian Ohde

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Das sächsische Sozialministerium will Autofahrer dafür sensibilieren, Behindertenparkplätze ausschließlich behinderten Menschen zu überlassen. Gelebte Inklusion ist laut Sozialministerin Petra Köpping (SPD) zwar für viele Menschen bereits eine Selbstverständlichkeit. Allerdings komme es immer wieder vor, dass einfach mal schnell für einen kurzen Weg auf einem "Rolli-Platz" geparkt werde.

Weinrotes Plakat, auf dem Fahrzeuge und ein Behindertenparkplatz als Zeichnungen abgebildet sind
Diese Plakate mit dem Slogan "Mut zur Lücke" werden in ganz Sachsen aufgehängt. Bildrechte: Sozialministerium Sachsen

Keine Rechtfertigung für Nutzung von Parkplatz

"Diejenigen, die diesen Parkplatz benötigen, bleiben dann auf der Strecke", sagte die Ministerin. Ziele der Aktion seien: Perspektivwechsel, Sensibilisierung und Barrierefreiheit. Die Motive auf den Plakaten sollen die Thematik den Angaben zufolge auf einfache Weise erklären und die Passanten dazu bewegen, über das Thema nachzudenken.

Petra Köpping
Bildrechte: dpa

Unsere Plakatmotive sollen das Thema Falschparken auf Behindertenparkplätzen auf leicht verständliche Art erklären, zum Nachdenken anregen und im Idealfall gut in Erinnerung bleiben.

Petra Köpping (SPD) sächsische Sozialministerin

Plakate sollen Autofahrer sensibilisieren

Geworben wird großflächig und sachsenweit für das Freihalten von Behindertenparkplätzen im öffentlichen Verkehr. Mit Plakatmotiven und dem Slogan "Mut zur Lücke! - Parken mit Rücksicht, Behindertenparkplätze frei halten" werden Autofahrer daran erinnert, die mit dem Rollstuhl-Symbol gekennzeichneten Flächen freizuhalten. Dass die Kampagne am 3. Dezember startet, ist kein Zufall. An diesem Tag wird nämlich jedes Jahr der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen begangen.

Jeder Fünfte in Sachsen hat Behinderung

Im Freistaat hat nach Angaben des Sozialministeriums jeder fünfte Mensch eine amtlich festgestellte Behinderung. Dennoch hätten viele Sachsen kaum Berührungspunkte mit Betroffenen. Es sei daher ein zentrales Anliegen der Staatsregierung, dass Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, hieß es.

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung Der "Internationale Tag der Menschen mit Behinderung" wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Behinderungen stärken.

MDR (sth)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 03. Dezember 2022 | 19:00 Uhr

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