Statistik Lebenshaltung in Sachsen teurer - Schulbedarf aber günstiger zu haben

Gefühlt werden Benzin, das Bier in der Kneipe und der Haarschnitt immer teurer. Das Statistische Landesamt bestätigt die Preisentwicklung. Für Eltern von Schulanfängern werden einige Anschaffungen aber auch billiger.

Viele Eurobanknoten stecken in einer Geldbörse
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In Sachsen haben sich die Verbraucherpreise im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um vier Prozent erhöht. Das teilte das Statistische Landesamt in Kamenz nach vorläufigen Berechnungen mit. Die Behörde verwies darauf, dass im August 2020 noch die abgesenkte Mehrwertsteuer bei gleichzeitig niedrigeren Mineralölpreisen auf dem Weltmarkt galt. Besonders groß war den Statistikern zufolge der Preisanstieg im gesamten Bereich Verkehr mit 10,3 Prozent sowie bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit 4,8 Prozent. Auch die meisten Dienstleistungen wurden den Angaben zufolge markant teurer.

Ranzen und Malstifte wurden billiger

Dagegen seien die privaten Ausgaben im Bildungsbereich um 1,3 Prozent gesunken, hieß es aus Kamenz. Ein Grund ist den Angaben zufolge der Wegfall des Schulgeldes bei der Ausbildung im Gesundheitswesen. Die Nettokaltmieten seien konstant geblieben.

Eltern schulpflichtiger Kinder, die den Kauf der notwendigen Schulutensilien im August planten, konnten beim Erwerb eines neuen Schulranzens oder Schulrucksackes (-1,4 Prozent), von Füllern und Kugelschreibern (-1,5 Prozent) sowie Bleistiften, Farbstiften oder Farbkästen (-3,2 Prozent) im Vergleich zum Monat Juli von Preissenkungen profitieren.

Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Verschiedenfarbige Buntstifte liegen mit den Spitzen aneinander
Buntstifte sind seit Juli billiger geworden. Bildrechte: Colourbox.de

Lediglich Schulhefte sowie Mal- und Zeichenblöcke seien nicht mehr zu den Vormonatskonditionen erhältlich gewesen, so die Statistikbehörde.

Die Kraftstoffpreise stiegen im Vergleich zum Vormonat Juli um 0,6 Prozent, während die Nettokaltmieten in diesem Vergleichszeitraum konstant blieben. Das Statistikamt rechnet mit moderat gestiegenen Lebenshaltungskosten vom Juli bis August dieses Jahres.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 30. August 2021 | 11:00 Uhr

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