Sturmschäden Sachsenforst warnt vor Waldspaziergängen

Blätter und Äste auf einem Waldweg
Sachsens Wälder sind glimpflich davon gekommen. Dennoch brachen während des Sturms Äste und Kronenteile ab, Bäume wurden geworfen und gebrochen. Bildrechte: Jana Weisbach/Sachsenforst

Nach den Herbststürmen "Ignatz" und "Hendrik" Ende vergangener Woche hat Sachsenforst eine erste Bilanz zu den Sturmschäden gezogen. Wie der Staatsbetrieb mitteilte, seien die Schäden in den sächsischen Wäldern relativ gering geblieben. Dennoch seien viele einzelne Bäume verteilt über den gesamten sächsischen Wald durch die teils orkanartigen Böen umgeworfen oder abgebrochen worden.

Dadurch sind in vielen Wäldern die Waldwege nicht mehr passierbar und derzeit gesperrt.

Staatsbetrieb Sachsenforst

Sachsenforst bittet: Verzichten Sie auf den Waldspaziergang!

Trotz der verhältnismäßig geringen Schäden bittet Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, alle Bürgerinnen und Bürger, derzeit auf einen Waldbesuch zu verzichten. "Auch nach einem Sturmereignis kann das Betreten des Waldes lebensgefährlich sein", so Hempfling.

Angebrochene Äste oder entwurzelte Bäume können auch noch in den kommenden Tagen herabfallen oder umstürzen. "Es gibt die Möglichkeit, dass sie schief gedrückt wurden und nur noch mit einzelnen Wurzeln im Boden halten", sagte Hempfling weiter.

Ein Mann hinter einem Banner, das einen Waldweg sperrt
Waldbesuchende sollten zu ihrer eigenen Sicherheit Sperrungen im Wald beachten. Bildrechte: Claudia Fischer/Sachsenforst

Beseitigung der Sturmschäden seit Freitag

Sachsenforst hat bereits am Freitag mit dem Beseitigen der Schäden begonnen. Dafür werden zunächst Rettungswege und die forstliche Infrastruktur wieder freigeschnitten.

Wir haben seit 2017 Etliches an Stürmen erlebt. Ich gehe davon aus, dass wir noch einmal glimpflich davongekommen sind. Es gab viele einzelne Würfe und stärkere Schäden dort, wo bereits eine Vorschädigung der Waldbestände gegeben war.

Utz Hempfling Landesforstpräsident Sachsen

Wildgehege Moritzburg und Nationalpark Sächsische Schweiz vorerst gesperrt

Sachsenforst teilte weiter mit, dass das Wildgehege Moritzburg vorerst bis einschließlich Montag geschlossen bleibt. Auch die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz hat die am Donnerstag vorgenommene Sperrung der Flächen des Landeswaldes über das Wochenende hinaus verlängert.

Quelle: MDR/sm

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 22. Oktober 2021 | 06:48 Uhr

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