Stufe 5 Höchste Waldbrandgefahr in weiten Teilen von Sachsen

Ein Schild mit der Aufschrift "Waldbrandgefahrenstufen".
Die Waldbrandgefahr ist hoch. Sachsenforst rät, die Wälder nicht zu betreten Bildrechte: dpa

Mit der Trockenheit ist die Waldbrandgefahr gestiegen. Im gesamten Norden des Freistaates inklusive der Landeshauptstadt Dresden gilt die höchste Warnstufe 5, ebenso in Teilen von Ost- und Mittelsachsen. In den übrigen Gebieten ist die Waldbrandgefahr mit Stufe 4 als hoch ausgewiesen.

Wälder in Nordsachsen gesperrt

In Nordsachsen ist das Betreten der Wälder mit der aktuell geltenden Warnstufe 5 verboten. Durch Wälder führende öffentliche Straßen dürfen nicht verlassen werden. Bei Zuwiderhandlung droht laut Allgemeinverfügung des Landkreises ein bis zu 2.500 Euro hohes Bußgeld, in besonders schweren Verstößen bis zu 10.000 Euro.

Waldbrandwarnstufen in Sachsen
In weiten Teilen Sachsens gilt Waldbrandwarnstufe 5. Bildrechte: mais

Statistik: Viele Brände durch Fahrlässigkeit

"Wir erleben erneut extreme Trockenheit und große Hitze. Die hohen Temperaturen sorgen für zusätzliche Verdunstung und Trockenheit", erklärte Forstminister Wolfram Günther (Grüne). Der Minister mahnte, im Wald nicht zu rauchen und kein Feuer zu machen. Zudem sollte in besonders waldbrandgefährdeten Gebieten von einem Waldbesuch abgesehen werden. Die Langzeitstatistik zeige: Menschen seien für mindestens zwei Drittel der Waldbrände in Sachsen verantwortlich - entweder durch Fahrlässigkeit oder Vorsatz, so das Ministerium.

Wir erleben erneut extreme Trockenheit und große Hitze. Die hohen Temperaturen sorgen für zusätzliche Verdunstung und Trockenheit.

Wolfram Günther (Grüne) Umweltminister von Sachsen

Waldbrand am Freitag in Lauta

In Lauta im Landkreis Bautzen brannte am Freitagabend der Waldboden auf etwa 500 Quadratmetern. Nach Angaben der Polizeidirektion Görlitz verhinderte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf nebenliegende Wohnhäuser und löschte sie. Zur Ursache des Feuers wird ermittelt und eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

Katastrophenalarm in Brandenburg

Ein Waldbrand in der Nähe von Treuenbrietzen in Brandenburg hält die Menschen in Atem. Nach Angaben der Feuerwehr nehmen die Flammen mittlerweile eine Fläche von 200 Hektar ein. Drei Ortsteile wurden bereits evakuiert. Wegen des starken Windes befürchtet die Einsatzleitung, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Über 500 Einsatzkräfte sind vor Ort. Die Bundeswehr unterstützt mit vier Hubschraubern. Die Löscharbeiten gestalten sich auch deshalb schwierig, weil das Gebiet südwestlich von Berlin munitionsbelastet ist.

Waldbrände vermeiden * Kein offenes Feuer - Grillen, Lagerfeuer oder Rauchen sind grundsätzlich verboten. Das gilt bis zu 100 Meter um Waldgebiete.
* Zufahrtswege dürfen, z. B. durch parkende Fahrzeuge, nicht blockiert werden.
* Heiße Katalysatoren von Autos können auf trockenem Untergrund Waldbrände verursachen.
* Bei Entdecken eines Waldbrandes ist unverzüglich ein Notruf abzusetzen.

Mit dem Wetterwechsel soll sich die Situation dann am Montag wieder deutlich entspannen.

MDR (ma)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 19. Juni 2022 | 14:00 Uhr

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