Schöne Bescherung Was darf der Weihnachtsmann in Sachsens Stuben?

Die Wunschzettel hat er seit langem, seit Wochen werden ihm zu Ehren Lieder, Geschichten und Filme gezeigt und manch verzweifelte Eltern haben auch schon mit ihm gedroht, wenn nichts anderes mehr half. Nun ist es endlich so weit: In zwei Tagen kommt der Weihnachtsmann. Der Mann, der alles sieht und weiß und die größten Wünsche braver Kinder erfüllt. Aber halt: Dürfen Familien den roten Dicken überhaupt einlassen, wenn er an die Tür klopft?

Ein Weihnachtsmann mit Geschenken in den Händen.
Muss der Weihnachtsmann dieses Jahr draußen bleiben? Bildrechte: Colourbox.de

Nun ist es endlich so weit: In zwei Tagen kommt der Weihnachtsmann. Aber halt! Dürfen wir dem roten Dicken überhaupt Einlass gewähren, wenn er an die Türe klopft?

Corona-Regeln gelten - auch für den Weihnachtsmann

Eine Antwort des sächsischen Sozialministeriums holt den Festtagszauber zurück auf den Boden der Corona-Tatsachen. Auch für den Weihnachtsmann gelten die Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte nach Paragraph 6 Absatz 1 und 2 der Sächsischen Corona-Notverordnung, heißt es darin. Wer also nicht bereits im Vorfeld Kenntnis über den Geimpft- oder Genesenenstatus des Mannes in Rot erlangen konnte, muss das zuerst an der Türschwelle nachholen.

Sofern die Agentur keine Auskunft über den Status des Darstellers geben kann, müssen die Familien sich vor Betreten der Wohnung oder des Hauses den Impf- oder Genesenennachweis vorzeigen lassen.

Sozialministerium Sachsen

Der Bärtige am besten geimpft

Spielt man mögliche Konstellationen nach geltender Corona-Verordnung durch, ist ein geimpfter Santa Claus eindeutig von Vorteil: Sind alle Anwesenden geimpft oder genesen, dürfen maximal 19 Leute den Weihnachtsmann empfangen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zählen dabei nicht. So klappt sogar die Feier in der Großfamilie.

Steht aber ein ungeimpfter Weihnachtsmann vor der Tür, fangen die Probleme an: Der Kreis der Feiernden muss sofort auf einen Hausstand und eine Person eingedampft werden. Schickt man dann Oma, Opa, Onkel und Tante vor die Tür? Oder verschwinden Mama und Papa mit den Kindern kurz für eine Bescherung auf den Bürgersteig?

Weihnachtsmann traegt Mundschutz
Um Ärger mit der Verwandtschaft zu umgehen, bucht man besser einen geimpften Weihnachtsmann. Bildrechte: imago images / Sven Simon

Ein ähnliches Dilemma besteht, wenn man zum Beispiel in kleiner Runde mit dem ungeimpften Onkel feiert. Weigert der sich zu gehen, bleibt die Tür zwischen den Kindern und dem ungeimpften Weihnachtsmann zu. Eine seltsame Vorstellung. Alternativ böte sich in diesem Fall an, dass man dem Onkel den Bart umhängt und er die Bescherung übernimmt.

Der Weihnachtsmann zählt als eigener Hausstand

Auch ein erneutes Nachfragen beim Sozialministerium führt zu keiner Sonderbehandlung für den Weihnachtsmann. Steht er in der Tür, zählt er als eigener Hausstand - und zwar "unabhängig davon, ob bei der Agentur gebucht oder aus dem Bekanntenkreis. Ausnahmen bestehen nicht", heißt es.

Gute Nachricht von der WHO

Zum Glück gibt es ja noch den echten Weihnachtsmann. Für den konnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon 2020 eine gute Botschaft verkünden: Der Weihnachtsmann ist immun gegen Covid-19, bestätigte die WHO schon vor einem Jahr:

Mehr aus Sachsen

Völlig unter Wasser steht am Donnerstag (15.08.2002) der evakuierte Dresdner Stadtteil Laubegast. 4 min
Bildrechte: dpa
4 min 15.08.2022 | 12:00 Uhr

7,47 Meter - das ist der Stand der Elbe am 15. August 2002. 8,50 Meter sollen es am Mittag sein. Silvio Zschage berichtet damals u.a. aus den Stadtteilen Johannstadt und Laubegast, wo die Lage besonders dramatisch ist.

MDR SACHSEN Do 15.08.2002 14:40Uhr 03:42 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dresden-radebeul/audio-hochwasser-dresden-102.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio