Corona Gesellschaft: Impfgegner könnten Tourismus in Thüringen schaden

Die niedrige Impfquote und eine vergleichsweise hohe Zahl an Impfgegnern könnten dem Tourismus in Thüringen dauerhaft schaden. Das befürchtet die Thüringer Tourismusgesellschaft. Thüringen liegt mit einer Impfquote von aktuell 62,3 Prozent bundesweit an drittletzter Stelle.

Während Corona-Intensiv-Patienten in andere Bundesländer verlegt werden müssen, würden die Gegner von Corona-Auflagen immer radikaler, müssten Journalisten bei ihrer Berichterstattung über die Proteste geschützt werden. Das, so Franz Hofmann von der Tourismusgesellschaft, produziere Schlagzeilen.

Tourismusgesellschaft: Sicherheit ist wichtiges Kriterium

Das Image des Freistaates hänge nun stark davon ab, wie sich das Land als Pandemie-Bekämpfer entwickelt, und ob die Menschen dabei mitziehen. Hofmann sagte MDR THÜRINGEN, Sicherheit sei in dieser Zeit für potentielle Touristen eines der wichtigsten Kriterien für eine Buchung. Wenn sie diese Sicherheit nicht spürten, werde die Entscheidung gegen einen Urlaub in Thüringen fallen, so Hofmann.

Der Tourismus hatte sich in diesem Sommer nach dem Corona-Knick 2020 zunächst erholt. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik waren im Juni, Juli und August 2,8 Millionen Übernachtungen gezählt worden 318.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres - auch dank Bundesgartenschau.

Quelle: MDR(fno)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. November 2021 | 17:00 Uhr

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