Gaskrise Ministerin Siegesmund ruft Thüringer zum Energiesparen auf

Aus Russland fließt weniger Erdgas nach Deutschland. Zunehmend stellt sich die Frage, ob die Ressourcen ausreichen, um über den Winter zu kommen. Entscheidend könnte sein, wie sich der Verbrauch hierzulande entwickelt. Aus der Thüringer Regierung gibt es nun einen Appell zum Sparen.

Eingang des Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz in Erfurt
Die einzelnen Ministerien in Thüringen sollen ihren Energieverbrauch senken, so Siegesmund. Hier das Umweltministerium mit Solaranlage in Erfurt. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Tariku Krause

Wegen der gekürzten Gasliefermengen aus Russland ruft auch Thüringens Energieministerin Anja Siegesmund zum Gassparen auf. Die Grünen-Politikerin sagte MDR THÜRINGEN, es müsse jedem klar sein, dass es auf jede Kilowattstunde Energie ankomme. Um sicher über den Winter zu kommen, müssten die Gasspeicher noch weiter gefüllt werden.

Anja Siegesmund sitzt im Plenarsaal des Thüringer Landtags.
Anja Siegesmund, Thüringens Energieministerin (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Auch Unternehmen und Ministerien müssen Energie sparen

Die Lage ist ernst, sagte die Energieministerin. Die Gasspeicher in Deutschland seien zurzeit nur zu zwei Drittel gefüllt. Ziel der Bundesregierung sei es, die Speicher bis zum 1. November bis zu 90 Prozent zu füllen.

Auch die Ministerien in Thüringen senkten ihren Energieverbrauch, wo immer dies möglich sei, so Siegesmund. Sie wolle außerdem jeden Donnerstag bei einer Schaltkonferenz mit den kommunalen Energieunternehmen beraten, wie die Energieversorgung über Herbst und Winter abgesichert werden kann.

Mehr Nachhaltigkeit gefordert

Neben dem Aufruf, Gas zu sparen, mahnte die Energieministerin anlässlich des Erdüberlastungstages erneut zu noch mehr Nachhaltigkeit. Dieses Jahr sind die natürlichen Ressourcen des Planeten demnach rechnerisch bereits am 28. Juli erschöpft - so früh wie nie zuvor.

Klima- und Artenschutz sowie ein schonender Umgang mit Ressourcen seien die Antwort darauf. Die große Nachfrage nach dem Reparaturbonus in Thüringen zeige, dass die Menschen aus der Wegwerfgesellschaft rauswollten. Das Land stellt mit der Neuauflage des Programms 600.000 Euro für die Reparatur defekter Elektrogeräte bereit.

Claudia Reiser - MDRfragt-Redaktionsteam, im Studiogespräch 3 min
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MDR (mab)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. Juli 2022 | 12:00 Uhr

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