Dienstaufsichtsbeschwerde Streit um Quellbrunnklinik: Bad Berkas Bürgermeister unter Druck

Gegen Bad Berkas Bürgermeister Michael Jahn (CDU) liegt eine Dienstaufsichtsbeschwerde vor. Ein Kaufinteressent der alten Quellbrunnklinik wirft Jahn vor, sich in den Verkaufsprozess eingemischt und gegen ihn Stimmung gemacht zu haben. Es ist bereits die zweite Beschwerde gegen den Bürgermeister - die erste im Sommer war von der Kommunalaufsicht zu den Akten gelegt worden.

Ein Mann blickt nachdenklich.
Bad Berkas Bürgermeister Michael Jahn will eine "Schlammschlacht" mit Blick auf die Beschwerde vermeiden. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Bad Berkas Bürgermeister steht erneut unter Druck. Innerhalb weniger Wochen liegt der Kommunalaufsicht des Weimarer Landes eine weitere Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Michael Jahn (CDU) vor. Vorgebracht hat sie ein Kaufinteressent der alten Quellbrunnklinik im Ort. Der Investor sieht sich benachteiligt. Er behauptet, Jahn habe den Verkäufer Median Kliniken beeinflusst, der in Bad Berka zwei Reha-Zentren betreibt. Von übler Nachrede und Verleumdung ist die Rede. Zudem steht der Vorwurf im Raum, Jahn habe Pläne und Konzepte weitergegeben.

Bürgermeister will keine "Schlammschlacht"

Der Bürgermeister weist die Anschuldigungen zurück. Jahn wandte bei MDR THÜRINGEN allerdings ein, er befürchte, dass der Investor die Quellbrunnklinik lediglich als Spekulationsobjekt kaufen will. Er wolle sich jedoch keine "Schlammschlacht" liefern.

Erst Gerichtsverfahren könnte Klarheit schaffen

Sollte die Kommunalaufsicht die Dienstaufsichtsbeschwerde erneut abweisen, schließt der Investor nicht aus, vor Gericht zu ziehen. Jahn selbst begrüßt diese Entscheidung, fordert den Kaufinteressenten sogar zu juristischen Schritten auf. Ein Verfahren würde Klarheit bringen, so der Bürgermeister. Die Quellbrunnklinik steht seit Jahren leer. Die Stadt wünscht sich den Bau eines Hotels.

Erst vor einigen Wochen hatte die Kommunalaufsicht des Weimarer Landes den Bürgermeister entlastet. Gegen Michael Jahn (CDU) lag im Sommer eine anonyme Dienstaufsichtsbeschwerde vor. Darin ging es unter anderem um den Vorwurf der Bevorzugung und die Personalpolitik im Rathaus. Die Kommunalaufsicht sah keine Verletzung der Dienst- und Amtspflicht und legte den Fall zu den Akten.

MDR (cma,dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 10. Oktober 2022 | 10:30 Uhr

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