Zugverkehr Pfefferminzbahn rollt weiterhin nicht durchs Weimarer Land

Die sogenannte Pfefferminzbahn wird auch in den kommenden Jahren nicht durchs Weimarer Land rollen. Wie das Thüringer Infrastrukturministerium am Dienstag bestätigte, werden die Personenzüge bis 2027 weiterhin nur zwischen Sömmerda und Buttstädt fahren.

Eine Verbindung bis Großheringen und Jena werde aber weiterhin wohlwollend geprüft, hieß es. Allerdings seien noch nicht alle Studien abgeschlossen und der sogenannte "Masterplan Schiene" noch in Arbeit.

Eine grün-weiße Bahn auf einer Strecke
Bis mindestens 2027 wird die Pfefferminzbahn nur zwischen Sömmerda und Buttstädt fahren. Bildrechte: imago images/Karina Hessland

Seit Jahren kämpfen Bürgerinitiativen und Lokalpolitiker für eine Rückkehr der Verbindung im nördlichen Weimarer Land sowie für bessere Anschlüsse nach Jena. Der Personenverkehr zwischen Buttstädt und Großheringen wurde im März 2018 wegen geringer Auslastung und fehlender Geldern eingestellt.

Für eine Verlängerung braucht das Land mehr Geld. Deshalb fordert Thüringen unter anderem mehr Mittel vom Bund. Zuerst hatte die "Thüringer Allgemeine" über das Thema berichtet.

Zum Aufklappen: Was ist die Pfefferminzbahn?

Die 1874 eröffnete Pfefferminzbahn trägt ihren Namen, weil hier vor allem rund um Kölleda und Buttstädt früher Kräuter angebaut und per Bahn transportiert wurden.

Die Bahnstrecke Straußfurt-Großheringen ist eine 54 Kilometer lange Nebenbahn in Thüringen und Sachsen-Anhalt, die ursprünglich durch die Saal-Unstrut-Eisenbahn-Gesellschaft erbaut wurde. Sie führt von Straußfurt über Sömmerda und Kölleda zum Eisenbahnknoten Großheringen.

MDR (cma,jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. August 2022 | 12:30 Uhr

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