Wirtschaft Batterie-Riese CATL hinkt bei Mitarbeitersuche hinterher

Arbeiter prüfen Produkte der Contemporary Amperex Technology Co.
Derzeit arbeiten in Arnstadt Kollegen aus China und aus der Region gemeinsam. Aber es fehlen noch Mitarbeiter. Bildrechte: imago images / Xinhua

Der chinesische Autobatteriehersteller CATL hat Probleme mit der Mitarbeitersuche am Erfurter Kreuz. Wie Europachef Matthias Zentgraf am Donnerstagabend bei einer aktuellen Stunde im Arnstädter Stadtrat sagte, arbeiten derzeit erst 230 Menschen aus der Region für das Unternehmen. Auch das Miteinander der Kollegen aus China und Deutschland ist laut Zentgraf eine große Herausforderung.

Produktionsstart verzögert sich

Bereits Anfang 2022 sollte die Produktion starten und zwar mit bis zu 2.000 Mitarbeitern. Diesen ursprünglichen Zielen hinke das Unternehmen, auch wegen Corona, hinterher, so Zentgraf. Unterstützung bekommen die deutschen Kollegen von derzeit rund 100 ausländischen Mitarbeitern, auch aus China.

Matthias Zentgraf, Präsident CATL Europa, steht auf einer Bühne hinter einem Mikrophon.
Matthias Zentgraf hat viele Ideen und Pläne für das Unternehmen. Bildrechte: MDR/Jürgen Kolarzik

Auch ein neues Brandschutzkonzept präsentierte Zentgraf den Stadträten. Es sieht vor, dass die örtliche Feuerwehr bei größeren Bränden im Batterie-Werk löscht. Um die eigene Energiebilanz positiv zu beeinflussen, soll außerdem auf das komplette Dach der Produktionshalle eine Photovoltaikanlage kommen.

CATL will 1,8 Milliarden Euro investieren

Der chinesische Akkufertiger hatte im Oktober 2019 mit der Errichtung seiner deutschen Batteriefabrik begonnen. Zunächst waren Investitionen in Höhe von 240 Millionen Euro geplant, später hieß es dann aber, dass in den nächsten fünf Jahren bis zu 1,8 Milliarden Euro aufgewandt werden sollen. Mittelfristig soll die Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien 2.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Schwerpunkt der Investitionen in Erfurt liegt laut CATL auf der automatisierten Produktion und intelligenten Herstellung von Batteriezellen. Eine große Rolle würden dabei Forschung und Entwicklung, Qualitätskontrolle und hochwertige Dienstleistungen spielen. 2025 soll am Standort auch eine Recyclinganlage für Akkus installiert werden.

Quelle: MDR Thüringen/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Juli 2021 | 20:00 Uhr

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