Verkehr Lösung im Erfurter Semesterticket-Streit in Sicht

Im Streit um das Semesterticket für Erfurter Studierende zeichnet sich eine Lösung ab. Wie die Erfurter Verkehrsbetriebe (Evag) mitteilten, soll zwar ab dem Sommersemester 2023 ein höherer Preis von 98,40 Euro gelten. Das Studierendenwerk habe sich aber die Option offengehalten, von dem Vertrag zurückzutreten.

Hintergrund ist das geplante bundesweite 49- beziehungsweise regionale 28-Euro-Ticket. Dieses könnte laut Studierendenwerk eine attraktive Alternative zum Semesterticket darstellen. In diesem Fall müsste sich die Studierendenschaft im Frühjahr mehrheitlich gegen das Semesterticket entscheiden.

"Einstieg nur mit Ticket" steht an der Tür einer Erfurter Straßenbahn
Erfurter Studierende sollen auch weiterhin Bus und Bahn fahren können - nur mit welchem Ticket? Bildrechte: dpa

Studierendenwerk kritisiert Preisanstieg

Nach Angaben des Studierendenwerks wurde der Vertrag mit Ausstiegsklausel von Seiten der Verkehrsbetriebe bereits unterzeichnet. Das komplette Semesterticket kostete bisher knapp 170 Euro und gilt sechs Monate.

Der Preis setzt sich aus Kosten für Evag, Bahn und Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) zusammen. In dem Streit zwischen Evag und Studierendenwerk ging es dabei ausschließlich um die anteiligen Kosten für den Öffentlichen Personennahverkehr in Erfurt.

Das Studierendenwerk hatte den um knapp zehn Euro gestiegenen Preisanteil der Evag im Vorfeld kritisiert und als nicht angemessen empfunden. Die Verkehrsbetriebe begründeten den Preisanstieg mit den gestiegenen Energiekosten.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. Dezember 2022 | 06:30 Uhr

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