Ein ganzes Jahr beim Landwirt Erntezeit: Die Körbchengröße der Sonnenblumen

Autor Jens Roder
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

In unserer Serie begleiten wir ein Jahr die Landwirte in Andisleben. Diesmal geht es um die Körbchengrößen der Sonnenblumen.

Sonnenblumen auf dem Feld
Die reife Sonnenblumenblüte sieht eher traurig aus, aber ihre Kerne eignen sich für Speiseöl. Bildrechte: MDR/Jens Roder

Auch wenn wir jetzt schon in der zweiten Oktoberhälfte angekommen sind, ist es immer noch Erntezeit! Im Gegensatz zu den prächtigen Getreidefeldern im Sommer sieht ein erntereifes Sonnenblumen ziemlich traurig aus. Überhaupt kein Vergleich zur gelben Pracht in der Blütezeit.

Sonnenblumen auf dem Feld
Reife Sonnenblumen, nicht unbedingt ein Hingucker. Bildrechte: MDR/Jens Roder

Ist die Blume braun, sind die Kerne erntereif

Aber so ist die Natur nun mal. Erst wenn die Sonnenblumenpflanze so richtig braun und extrem unattraktiv aussieht, dann sind die Körner, die Sonnenblumensamen, erntereif. Die Ernte erledigt auch hier der Mähdrescher - der gleiche, der zuvor schon Getreidekörner vom Feld geholt hat.

Nur in seinem Inneren, für uns unsichtbar, sieht es jetzt etwas anders aus. Die Techniker der Geratal Agrar haben ein paar andere Werkzeuge eingebaut, und die trennen jetzt die reifen Körner von der Pflanze.

Mähdrescher auf dem Feld
Gestern noch Getreide, heute Sonnenblumen. Dieser Mähdrescher kann alles! Bildrechte: MDR/Jens Roder

Sind die Körbchen groß, gibt es viele Körner

Während der Mähdrescher gemächlich seinen Ernterunden dreht, sprechen wir mit Landwirt René Döring über Körbchengrößen bei den Sonnenblumenblüten. Die Sonnenblume gehört ja zu den Korbblütlern oder Korbblütengewächsen.

Je nach Wasserangebot im Sommer variiert die Körbchengröße auf den Feldern der Geratal Agrar. Und ziemlich groß bedeutet hier ziemlich viele Körner, aus denen demnächst Öl gepresst wird.

Sonnenblumen auf dem Feld
Hier stimmt die Körbchengröße. Die nahe gelegene Gera hat im Sommer genügend Wasser geliefert. Bildrechte: MDR/Jens Roder

Wird das Öl knapp, werden mehr Samen ausgebracht

Als im Frühjahr das Sonnenblumenöl in den Thüringer Supermärkten knapp wurde, hatten die Andislebener prompt darauf reagiert. Sie brachten deutlich mehr Sonnenblumensamen in die Ernte als sonst, denn es winkten gute Preise für die Ernte im Herbst.

Und jetzt können wir sagen: Dieser Plan, dieses Geschäftsmodell ist aufgegangen. Denn auf den meisten Feldern wurden große Körbchen geerntet.

Mähdrescher auf dem Feld
Noch sind es schwarze Samen, bald ist es flüssiges Gold. Bildrechte: MDR/Jens Roder

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MDR (sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 17. Oktober 2022 | 08:20 Uhr

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