Kirche Thüringer Katholiken feiern Fronleichnam ohne Prozessionen

Unter freiem Himmel in Parks oder auf Friedhöfen haben Thüringer Katholiken den Fronleichnamstag gefeiert. In den überwiegend katholischen Gemeinden wie etwa im Eichsfeld haben am Donnerstag viele Läden geschlossen.

Ein Bild aus roten Blüten.
In Dingelstädt im Eichsfeld legten Frauen am Donnerstag einen Blumenteppich vor den Altar. Bildrechte: MDR/Thormas Kalusa

Ohne Prozessionen, aber mit zahlreichen Messen haben die katholischen Gläubigen in Thüringen den Fronleichnamstag gefeiert. Die Messen fanden zumeist unter freiem Himmel in Parks oder auf Friedhöfen statt.

In Dingelstädt im Eichsfeld legten Frauen am frühen Donnerstagmorgen einen Blumenteppich vor den Altar. Er darf von den Gläubigen betreten werden, wenn sie am Altar das Sakrament der Kommunion zu empfangen.

Ein Park wurde für eine katholische Messe hergerichtet.
Fronleichnam ist eines der Hochfeste im Kirchenjahr. Bildrechte: MDR/Thormas Kalusa

Fronleichnam: Hochfest im Kirchenjahr

Firmen, Bäcker, Supermärkte und andere Läden haben im Eichsfeld am Fronleichnamstag geschlossen. Auch in anderen überwiegend katholischen Gemeinden wie in Geisa, Dermbach oder Buttlar in der südthüringischen Rhön ist der Tag ein Feiertag.

Der Fronleichnamstag ist ein Hochfest im Kirchenjahr, es wird zehn Tage nach Pfingsten gefeiert. Die Bezeichnung leitet sich vom Mittelhochdeutschen ab und bedeutet "Leib des Herrn".

Ursprung des Festes ist eine Vision der Augustiner-Nonne Juliana von Cornillion in Lüttich. Sie lebte im 13. Jahrhundert in Belgien und sah in einem Wachtraum den Vollmond, dem jedoch zur vollen Rundung ein Stück fehlte. Sie deutete dies als Hinweis Jesu Christu darauf, dass seiner Kirche ein Fest zu besonderen Verehrung der Altar-Sakramente Brot und Wein fehlt und regte daraufhin ein solches Fest bei Papst Urban IV. an. Dieser folgte Julianas Anregung und führte das Fest im Jahr 1264 ein.

Einmal im Jahr zu Fronleichnam trägt Thea die sorbische Festtracht; sie wird zur "Druschka". 25 min
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25 min

Reportagen und Dokumentationen im Ersten Sa 16.04.2022 05:55Uhr 24:49 min

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Hälfte der Thüringer Katholiken lebt im Eichsfeld

In Thüringen gibt es noch knapp 150.000 Katholiken - davon etwa 80.000 im Eichsfeld. 1991 galten etwa ein Drittel der Thüringer als evangelisch und knapp zehn Prozent als katholisch. Im Jahr 2018 waren es nur noch 21 beziehungsweise gut sieben Prozent.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 03. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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