Gedenken an Pesttote 340. Rochusprozession in Worbis

In Leinefelde-Worbis im Eichsfeld hat am Sonntag die 340. Rochusprozession in Gedenken an die Pesttoten im 17. Jahrhundert stattgefunden. Vor der Rochuskapelle am Ortsrand von Worbis kamen aufgrund des Regens nur knapp hundert Menschen zusammen. Kaplan Guido Funke hielt das Gelöbnisamt der Stadt.

Kaplan Guido Funke hält das Gelöbnis bei der Prozession ab
Kaplan Guido Funke hält das Gelöbnisamt bei der Prozession. Bildrechte: MDR/Gregor Mühlhaus

In seiner Predigt sprach der Geistliche von der Gabe des Lebens, die Gott den Menschen schenke. Gerade in der heutigen Zeit würden die Menschen immer wieder daran erinnert, wie zerbrechlich aber auch wertvoll Leben und Gesundheit sind. Auch die Pest, die vor mehr als 340 Jahren auch in Worbis wütete, habe viele Leben zerstört. Traditionell verlas Ortsteilbürgermeister, Thomas Rehbein, das Gelöbnis der Worbiser aus dem Jahr 1682. Darin heißt es, dass sich die Bürger der Stadt verpflichten, eine Kapelle bei der Stadt zu erbauen und jedes Jahr eine Prozession in Gedenken an die Pesttoten abzuhalten.

Die große Pest hatte bis Januar 1683 insgesamt 385 Opfer gefordert und etwa die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft. Der heilige Rochus wird als Schutzpatron gegen die Pest angerufen.

Quelle: MDR/ask

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. August 2021 | 17:01 Uhr

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