Tierliebe Mit vier Pfoten zum Sieg: Tierfotografin aus Worbis gewinnt internationalen Wettbewerb

Tierbesitzer können ja gar nicht genug Fotos von ihren Vierbeinern machen. So ging es auch Sabina Weber aus Worbis, bis sie professionelle Tierfotografin wurde. Nun ist sie mit einem internationalen Preis ausgezeichnet worden.

Tierfotografin Sabina Weber 2 min
Für viele Menschen spielt das eigene Haustier eine wichtige Rolle. Deshalb sind Tierfotografinnen immer gefragter – so wie Sabina Weber aus Worbis, die sich jetzt sogar "Pet Photographer of the Year" nennen darf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Endlich hat es geklappt! Aus über 4.000 Einsendungen wurde ihr Bild ausgezeichnet. Sabina Weber ist 53 Jahre alt und Tierfotografin. Die Worbiserin hat es schon ein paar Mal bei dem internationalen Tierfotografie-Wettbewerb "Pet Photographer of the Year" versucht. Gewonnen hat sie in diesem Jahr in der Mitglieder-Kategorie. Eine besondere Auszeichnung, denn hier wählten die anderen Teilnehmern und Mitgliedern.

Siegerfoto zeigt eigenen Hund im Urlaub

Im letzten Jahr hatte Weber es schon einmal bis in die Top 25 geschafft. Dieses Jahr hat sie mit einem Bild ihres eigenen Hundes gewonnen. Es entstand spontan im Urlaub an der Nordsee und ist auch eines ihrer persönlichen Lieblingsfotos. Mit dem Sieg hat Sabina trotzdem nicht gerechnet: "Auf einmal habe ich letzte Woche eine Mail bekommen und da stand auf einmal Gewinner: Sabina Weber, mit meinem Bild! Da war ich voll happy. Ich konnte es gar nicht glauben. Das war sehr cool."

Da stand auf einmal Gewinner: Sabina Weber, mit meinem Bild! Da war ich voll happy.

Fotografin Sabina Weber

Ein Hund schaut durch ein Geländer in die Ferne. Eine Pfote liegt auf der untersten Geländersprosse
Mit diesem Foto gewann Sabina Weber den Wettbewerb "Pet Photographer of the Year". Bildrechte: Sabina Weber

Wie aus der gelernte Erzieherin eine selbstständige Fotografin wurde

Eigentlich ist Sabina Weber gelernte Erzieherin. Sie hat Tierfotografien von anderen Fotografen immer bewundert und hat sich gefragt, wie sie das schaffen. Außerdem hatte sie schon immer Hunde und wollte gerne selbst schöne Bilder von ihren Tieren haben. 2006 kaufte sie sich dann ihre erste Kamera. Sie besuchte zahlreiche Workshops und Weiterbildungen, auch bei bekannten Tierfotografen. Und hat immer fleißig geknipst.

Irgendwann kamen die ersten Anfragen aus dem Freundeskreis, ob sie nicht auch dort die Tiere ablichten möchte. 2016 war Sabina dann soweit sich selbstständig zu machen. Auch heute bildet sie sich noch jedes Jahr weiter: "Ich will nicht stehen bleiben."

Für viele Menschen sind Haustiere Familienmitglieder

Zu ihren Kunden zählen heute hauptsächlich Hunde und Pferde. Und natürlich deren Besitzer. Auch Katzen sind mal dabei oder auch Meerschweinchen. "Ein paar Waschbärchen habe ich auch schon fotografiert", erzählt Sabina. Natürlich sind ihre Bilder und damit ihr Job letztlich ein Luxusprodukt. Das macht sich Sabina immer wieder klar. Die Kunden geben das Geld ganz bewusst für ein solches Bild aus.

Ich glaube das Tiere einen immer höheren Stellenwert haben und mittlerweile einfach zur Familie dazu gehören.

Fotografin Sabina Weber

Viele hätten schon einmal ein Tier verloren und hatten damals nicht eine solche Erinnerung. Natürlich wünschen sich viele auch einfach nur ein schönes Bild von ihren Tieren an der Wand: "Ich glaube das Tiere einen immer höheren Stellenwert haben und mittlerweile einfach zur Familie dazu gehören." Mit ihrer Arbeit entstehen dann schlicht und einfach Familienportraits: "So wird sicher nicht jeder denken, aber für die Besitzer ist das nun mal so."

Fotos mit eigenem Stil

Der Job ist auf jeden Fall abwechslungsreich und bereitet ihr immer wieder Freude, sagt Sabina: "Mir macht der Austausch mit den Leuten Spaß, man lernt die Tiere kennen und deren Charaktere. Es ist jeder anders und mir macht es Spaß das darzustellen. Ich hoffe das mir das gelingt."

Auch die Bildbearbeitung hinterher ist ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. Damit entsteht am Ende ein echtes Kunstprodukt. Das trägt außerdem Sabinas persönliche Handschrift mittlerweile hat sie nämlich ihren persönlichen Stil gefunden. Wenn Sabina auf die Bilder der letzten drei Jahre schaue, erkenne sie mittlerweile ihren eigenen Stil: "Ich versuche immer die Landschaft miteinzubeziehen in das Bild. Ich mache nicht einfach nur ein Portrait von dem Hund, sondern ich schaue mir auch die Umgebung an und schaue, was könnte gut dazu passen. Ich glaube daran erkennt man, dass es von mir ist."

MDR (ask)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit vom Tag | 14. August 2022 | 18:00 Uhr

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