Bundeswehr Kilometerlange Kolonne: 28 Panzer fahren nach Nato-Übung wieder nach Bad Frankenhausen

28 Panzer vom Typ Leopard 2 sind nach einer mehrwöchigen Übung nach Bad Frankenhausen zurückgefahren. Etwa 1.000 Soldaten aus mehreren Ländern hatten für die schnelle Einsatztruppe der Nato geübt. Das Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen spielte eine entscheidende Rolle.

Leopard 2-Panzer fahren in Kolonne auf einer Bundesstraße.
Leopard-2-Panzer fahren in Kolonne auf der B4 durch Nordthüringen. Bildrechte: Silvio Dietzel

Die Panzer wurden am Dienstagabend zum Verladebahnhof Sondershausen transportiert. Danach fuhren sie in einer insgesamt 3,5 Kilometer langen Kolonne und unter Begleitung der Polizei zurück zu ihrem Standort in Bad Frankenhausen. Dort sind die Leopard 2 des Panzerbataillons 393 stationiert.

Die Einheiten kamen von einer vierwöchigen Übung am Wettiner Schwert in Sachsen-Anhalt. Dort hatten etwa 1.000 Soldaten und Soldatinnen aus mehreren Bundesländern, aber auch aus Belgien, den Niederlanden oder Großbritannien geübt - für einen möglichen Einsatz als schnelle Einsatzgruppe der Nato ,der sogenannten Nato Response Force (NRF). 350 Militärfahrzuge waren im Einsatz. Neben Kampfpanzern übten die Soldaten etwa mit Sanitätspanzern, Amphibienfahrzeugen, Brückenlegepanzern, Hubschraubern und Pioniertauchern.

Bundeswehr 28 Panzer kehren von Übung zurück nach Bad Frankenhausen

Nach einer Übung für die schnelle Nato-Eingreifgruppe sind Leopard-2-Panzer zurückgekehrt. Die Kolonne auf dem Weg von Sondershausen, wo sie abgeladen wurden, nach Bad Frankenhausen betrug mehr als drei Kilometer.

Leopard 2-Panzer auf Transportwaggons am Verladebahnhof in Sondershausen.
Die Panzer wurden am Dienstagabend zum Verladebahnhof Sondershausen transportiert. Bildrechte: Silvio Dietzel
Leopard 2-Panzer auf Transportwaggons am Verladebahnhof in Sondershausen.
Die Panzer wurden am Dienstagabend zum Verladebahnhof Sondershausen transportiert. Bildrechte: Silvio Dietzel
Leopard 2-Panzer vor Verladebahnhof in Sondershausen.
Danach fuhren sie in einer 3,5 Kilometer langen Kolonne zurück zu ihrem Standort in Bad Frankenhausen. Bildrechte: Silvio Dietzel
Polizeieskorte vor Panzerkolonne.
Die Polizei begleitete den Transport. Bildrechte: Silvio Dietzel
Polizeieskorte vor Panzerkolonne auf einer Bundesstraße.
Die Einheiten kamen von einer vierwöchigen Übung am Wettiner Schwert in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: Silvio Dietzel
Leopard 2-Panzer fahren in Kolonne auf einer Bundesstraße.
Dort übten rund 1.000 Soldaten aus mehreren Ländern für einen möglichen Einsatz als schnelle Einsatzgruppe (NRF) der Nato. Bildrechte: Silvio Dietzel
Leopard 2-Panzer fahren in Kolonne auf einer Bundesstraße.
Die Soldaten der NRF müssen 2022 innerhalb von 40 Tagen vor Ort sein, falls ein Nato-Land angegriffen wird. Bildrechte: Silvio Dietzel
Leopard 2-Panzer fahren in Kolonne auf einer Bundesstraße.
Die Übung diente der Zertifizierung für die schnelle Eingreifgruppe. Diese sei laut Bundeswehr erfolgreich gewesen. Bildrechte: Silvio Dietzel
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 10. April 2022 | 10:30 Uhr

Thüringer Soldaten Teil der schnellen Nato-Einsatzgruppe

Die schnelle Eingreiftruppe umfasst rund 50.000 Männer und Frauen aus mehreren Nato-Staaten und soll bei einem möglichen Angriff auf einen Mitgliedsstaat in wenigen Tagen in dem angegriffenen Gebiet stationiert werden können. Aus Deutschland sind bis 2024 etwa 6.000 Bundeswehr-Soldaten der 10. Panzerdivision beteiligt, zu dem auch die Thüringer Bundeswehr-Standorte in Gotha mit den Aufklärern, in Gera mit den Panzerpionieren und die Panzergrenadiere in Bad Salzungen gehören.

Nach Angaben des Bundeswehr-Sprechers Michael Weckbach müssen die Thüringer Soldaten als Teil der NRF in diesem Jahr und 2024 innerhalb von 40 Tagen vor Ort sein, im nächsten Jahr bereits innerhalb von einer Woche.

Nach der Krim-Annexion durch Russland bildete die Nato zudem die besonders schnellen Eingreiftruppe "Very High Readiness Joint Task Force" (VJTF), die in maximal 72 Stunden verlegbar sein muss. Bis Ende 2024 ist die Panzergrenadierbrigade 37 "Freistaat Sachsen", zu der die Thüringer Einheiten gehören, der sogenannte Leitverband für das Heer beim VJTF. Die Übung steht in keinem aktuellen Zusammenhang mit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine.

Panzer müssen Elbe überqueren

Die Übung in Sachsen-Anhalt, bei der etwa die Elbe an einer 250 Meter breiten Stelle überquert werden musste, diente der Zertifizierung für einen solchen Einsatz, also der Überprüfung, ob Material und Soldaten für den Einsatz vorbereitet sind. Nach Angaben von Weckbach sei die Zertifizierung erfolgreich beendet worden. Die Nato-Mitgliedsländer stellen im Rotationsprinzip Truppen für die NRF und VJTF bereit.

Ab dem zweiten Mai gibt es die nächste große Militär-Übung in Sachsen-Anhalt. Ab Montag werden erneut Hunderte Bundeswehr-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein und es wird auch einen laut Bundeswehr "erhöhten Flugbetrieb" geben.

MDR (rom)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 27. April 2022 | 10:30 Uhr

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