Wohnungsmarkt Leerstand in Mühlhausen: Jede achte Wohnung unbewohnt

In Mühlhausen im Unstrut-Hainich-Kreis bleibt ein großer Teil des Wohnraums ungenutzt. Laut einer Studie der Stadt steht aktuell jede achte Wohnung leer. Bürgermeisterin Beate Sill (parteilos) will deshalb Veränderungen im Städtebau.

Die Fußgängerzone von Mühlhausen mit schlendernden Menschen
Die Kreisstadt Mühlhausen hat mit Leerstand zu kämpfen. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

In Mühlhausen im Unstrut-Hainich-Kreis steht derzeit jede acht Wohnung leer. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Wohnungsmarkt. Wie Bürgermeisterin Beate Sill (parteilos) MDR THÜRINGEN sagte, sind rund 2.400 von insgesamt etwa 19.300 Wohnungen im Stadtgebiet nicht bewohnt.

Umbau und Umnutzung soll Leerstand verringern

Laut Sill müssen aus der von der Stadt beauftragten Studie mehrere Schlussfolgerungen gezogen werden. Zum einen müssten bestehende Gebäude, die nicht mehr nachgefragt werden, umgebaut, umgenutzt oder teilweise rückgebaut werden.

Gleichzeitig gelte es, neue Wohnformen zu schaffen. Nur so könnten zeitgemäße Wohnansprüche erfüllt werden, so Sill. Für das Wohnen in Ein- und Zweifamilienhäusern solle das Angebot erweitert werden. Die Flächenversiegelung müsse hingegen so knapp wie möglich ausfallen.

Eine Häuser-Fassade am Steinweg in Mühlhausen
Der Innenstadt von Mühlhausen soll künftig mehr Leben eingehaucht werden. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Mühlhausen will "Smart City" werden

Bereits Anfang des Jahres hatte Oberbürgermeister Johannes Bruns angekündigt, die Altstadt von Mühlhausen für junge Leute und Touristen attraktiver machen zu wollen. Unter anderem mit Garagen für Fahrräder, Elektro-Ladesäulen und Coworking-Arbeitsplätze in der Fußgängerzone. Dafür sollen etwa 10 Millionen Euro investiert werden, wobei rund sechs Millionen durch das Bundesprogramm "Smart Cities" gefördert werden. Auch mit diesem Projekt soll der Leerstand in der Stadt bekämpft werden.

Mehr über das Programm "Modellprojekte Smart Cities"

Seit 2019 unterstützt der Bund mit dem Programm "Modellprojekte Smart Cities" Zukunftsprojekte für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Technologien in der Stadtentwicklung. Für die dritte Runde ab 2022 stehen 270 Millionen Euro zur Verfügung. Das Leitthema: "Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft". 94 Kommunen aus ganz Deutschland hatten sich 2021 beworben; neben Mühlhausen sind 27 weitere Projekte ausgewählt worden. Gera (2019) und Jena (2020) hatten bei den ersten zwei Ausschreibungen den Zuschlag bekommen.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. Juli 2022 | 15:30 Uhr

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