Archäologie Seebach: Illegale Schatzsucher an der Talsperre unterwegs

An der Talsperre Seebach bei Mühlhausen haben illegale Schatzsucher nach archäologischen Funden gegraben. Laut Gebietsreferent Christian Tannhäuser machen sich die Laien damit unter anderem wegen Sachbeschädigung und Unterschlagung strafbar - oder wegen Hehlerei, wenn die Fundstücke verkauft werden.

Bodendenkmalpfleger an der Talsperre Seebach
Christian Tannhäuser (links), Gebietsreferent des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege, und Heiko Vogel, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger, an der Talsperre Seebach. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Rund um die Talsperre gibt es 20 Nachweise für archäologische Bodendenkmale. Weitere fünf gibt es für den Talsperrengrund. Diese würden während des Entleerens der Talsperre sichtbar. Bisher wurden rund 100 Funde gesichert, darunter Keramikteile, Gewandspangen und Münzen.

Ältere Siedlung von Ackerbauern bestand vor rund 7.000 Jahren

Die ältere Siedlung von Ackerbauern bestand vor rund 7.000 Jahren - die jüngste ist knapp 1.800 Jahre alt. Die beiden Dämme der Talsperre sollen im kommenden Jahr saniert werden. Derzeit wird das Wasser komplett abgelassen.

Ist eine Schatzsuche verboten?

In Thüringen wie in den anderen Bundesländern ist eine Schatzsuche nicht grundsätzlich verboten. Jedoch ist für diese laut dem Thüringer Denkmalschutzgesetz eine Genehmigung der zuständigen Behörde nötig. Diese darf den Fund bergen, auswerten und für die wissenschaftliche Auswertung in Besitz nehmen.

MDR (cgo/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 29. September 2022 | 11:30 Uhr

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