Staupe Veterinäramt Greiz warnt vor infektiösen Waschbären

Beim Veterinäramt in Greiz häufen sich die Anfragen, wie man mit offensichtlich kranken Waschbären im öffentlichen Raum umgehen sollte. Deshalb warnt das Amt jetzt vor Begegnungen mit Waschbären im Landkreis Greiz. Nach Angaben der Amtsleiterin Heidrun Grumm, sind Waschbären häufig von Staupe, einer hochinfektiösen Virus-Erkrankung, befallen. Die eigentlich nachtaktiven Tiere sollen dann ab einem gewissen Stadium der Krankheit jede Scheu vor Menschen verlieren.

Waschbär
Durch den Virus verlieren Waschbären ihre Scheu vor Menschen. Bildrechte: IMAGO / Martin Wagner

Übertragung auf Menschen und Hunde möglich - Staupe-Impfschutz prüfen

Auch andere Krankheiten, wie zum Beispiel Tollwut, könne ein Waschbär auf Menschen und Haustiere übertragen. Hundebesitzer im Landkreis Greiz werden gebeten, den Staupe-Impfschutz ihrer Haustiere zu prüfen. Hausbesitzern rät das Veterinäramt Häuser "waschbäreneinbruchsicher" zu machen. Eine Katzenklappe könne auch von Waschbären benutzt werden. Chipgesteuerte Katzenklappen seien eine bessere Variante.

Vorsicht bei Entsorgung

Beim Fund eines toten Waschbären sollte das Tier nicht mit bloßen Händen berührt werden. Entsorgen sei aber über die Hausmülltonne möglich. Im Zweifel könnten Betroffene auch einen Jäger oder das Veterinäramt verständigen.

MDR (je)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten Ostthüringen | 27. Oktober 2022 | 11:30 Uhr

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