Softwarebranche Jena: Intershop rechnet mit Millionenverlust für 2022

Nach zwei Jahren auf der Erfolgsspur rechnet der Jenaer Softwarehersteller Intershop für das laufende Geschäftsjahr mit Verlusten. Am Freitag hat das börsennotierte Unternehmen eine Gewinnwarnung herausgegeben. Demnach erwartet Intershop für das Gesamtjahr ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Oder einfacher: einen Verlust von mehreren Millionen Euro.

Der Hauptsitz der Intershop AG am Jenaer Steinweg.
Der Hauptsitz der Intershop AG am Jenaer Steinweg. Bildrechte: dpa

Umsatz nur auf Vorjahresniveau erwartet

Begründet wird das vor allem mit dem schlecht laufenden Servicegeschäft. Wie es in einer Mitteilung heißt, wird sich dadurch der Umsatz - anders als prognostiziert - nur auf Vorjahresniveau bewegen. Bislang war der Vorstand von einem Umsatzwachstum von zehn Prozent sowie einem Betriebsergebnis in Höhe von mindestens einer Million Euro ausgegangen.

Beim Cloud-Geschäft läuft es den Angaben nach besser. Die Nachfrage nach Mietsoftware, die Intershop den Kunden über Cloud-Lösungen zur Verfügung stellt, wachse weiter. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand demnach in diesem Bereich mit einem um 20 Prozent gestiegenen Auftragseingang. Intershop beschäftigt derzeit rund 300 Mitarbeiter.

MDR (prell/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. September 2022 | 11:00 Uhr

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