Hinweis

Im Zuge des 9-Euro-Tickets haben wir Tipps für Ausflugsziele mit der Bahn gesammelt. Wir finden: Auch ohne Vergünstigung sind die Orte eine Reise wert. Viel Spaß beim Lesen und Reisen.

Ausflüge mit der Bahn Mit dem Zug zur Klosterruine in Paulinzella

An der Bahnlinie zwischen Erfurt und Bad Blankenburg - und damit für eine Zugfahrt prädestiniert - liegt Paulinzella. Die Klosterruine ist gut fünf Minuten Fußweg vom Bahnhof entfernt. Von dort geht's zum Amtshaus und zum Jagdschloss. Der Zinsboden mit historischer Uhr und der Kräutergarten sind Teil des Ensembles.

Klosterruine
Wenn nicht gerade gebaut und gesichert wird, finden in der Klosterruine auch schöne Open-Air-Veranstaltungen statt. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Der Weg vom Bahnhof Paulinzella ist kurz und ohne Stufen. Nur eine Straße ist zu überqueren.

Haltepunkt der Regionalbahn
Hier kommt man mit dem Regionalzug an: Bahnhof Paulinzella. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Kinder können sich auf dem Areal vor der Klosterruine frei bewegen und es gibt einen großen Spielplatz zum Toben. Für ein Picknick ist genug Platz, Gastronomie gibt es nicht. An der Ruine werden die Mauerkronen gesichert. Daher ist das Betreten momentan nicht möglich.

Klosterruine
Einige Teile der Klosterruine sind gesperrt, ansonsten kann man sich rundherum frei bewegen. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Museum Jagdschloss

Das frühere Amtshaus sowie das Jagdschloss der Grafen von Schwarzburg beherbergen ein Museum zur Kloster- und Forstgeschichte. Im Jagdschloss finden Besucher heute ein Museum zur Kloster-, Jagd- und Forstgeschichte und im Amtshaus zum Thema "544 Jahre - erlebtes Holz".

Jagdschloss
Im Jagdschloss gibt es eine Ausstellung zu sehen. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Das Renaissancegebäude wurde bis 2004 grundhaft saniert. Im Jahr 2002 wurde im Obergeschoss ein Museum eingerichtet, das in sechs Räumen über die Geschichte des Klosters informiert sowie Forst- und Jagdgeschichte präsentiert.

Amtshaus
Im Amtshaus dreht sich alles ums Thema Holz. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Zinsboden

Das älteste heute noch erhaltene Gebäude ist hingegen der sogenannte Zinsboden. Seine Ursprünge gehen auf das zwölfte Jahrhundert zurück. In der Domänenzeit diente das Gebäude als Speicher für die namensgebenden Zinsabgaben. Sehenswert ist die mechanische Uhr, die von schweren Gewichten am Laufen gehalten wird. Bei manchen Führungen dürfen die Gäste beim Aufziehen helfen.

Ensemble von der Hauptstraße aus – Blick vom Zinsboden
Ensemble von der Hauptstraße aus - Blick vom Zinsboden. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Klosterruine

Der Wald rings um Paulinzella birgt Spuren der Geschichte: Der Mönchsbrunnen ist im Pechstal zu sehen, der Brunnen ist neu hergerichtet. Das Nonnenkreuz ist rund vier Kilometer entfernt. Zu entdecken sind auch die alten Fischteiche des Klosters. Wanderwege führen zu den einzelnen Punkten.

Klosterruine
Die Klosterruine in Paulinzella. Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Wer weiter wandern möchte: Nach Königsee (Wegmarke Gelber Punkt) geht's weiter über den Lutherweg, der Anschluss über Frauenwald an den Rennsteig hat und weiter bis nach Rom in südlicher Richtung oder nördlich bis Dänemark führt.

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MDR (ifl)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Morgen | 11. Juni 2022 | 08:20 Uhr

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