Werkhaus Holz-Gebäude soll Treffpunkt in Saalfeld werden - Bewohner bauen mit

In Saalfeld-Beulwitz sind am Freitagnachmittag die Bauarbeiten für das sogenannte Werkhaus gestartet. Werkstätten, eine Küche und Räume für Veranstaltungen sollen bis 2023 entstehen. Der 600 Quadratmeter große Holz-Bau ist ein Projekt der IBA Thüringen und soll ein Treffpunkt werden und die Lebensqualität in dem Ortsteil erhöhen.

Ein Holz-Modell eines Hauskomplexes.
Das Werkhaus soll als Ankunftsquartier für die Menschen im Saalfelder Ortsteil Beulwitz dienen. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

In Saalfeld-Beulwitz ist am Freitagnachmitttag der erste Spatenstich für das sogenannte Werkhaus gemacht worden. Wie Bürgermeister Steffen Kania (CDU) sagte, wird auf einer rund 600 Quadratmeter großen Fläche ein Holzbau errichtet.

Darin sollen Werkstätten, eine Küche und Räume für Veranstaltungen entstehen. Auch ein Außenbereich für Werkstätten ist vorgesehen. Gebaut werde das Haus zum Teil mit recycelten Baumaterialien.

Beulwitzer helfen mit beim Bau

Das Werkhaus werde als Ankunftsquartier für die Menschen im Saalfelder Stadtteil Beulwitz dienen und die Lebensqualität in dem Ortsteil erhöhen. Die Bewohner wirken am Bau des Werkhauses mit.

In Beulwitz leben in einer früheren Kaserne und mehreren Wohnblocks rund 1.000 Menschen, die größtenteils aus dem Ausland zugewandert sind. Auch eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge gibt es.

Ein roter Wohnblock im Saalfelder Stadtteil Beulwitz
Rund 1.000 Menschen wohnen hier in Wohnblöcken und der früheren Kaserne, die meisten sind zugewandert. Auch eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge gibt es. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Nachhaltige Entwicklung des Stadtteils als Ziel

Das Werkhaus ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA). Diese hatte 2016 den Projektaufruf "Ankunft Stadt Land" gestartet und das Werkhaus als Kandidaten ausgewählt. Ziel ist es, den Stadtteil nachhaltig zu entwickeln.

Die Stadt Saalfeld, das Bildungszentrum Saalfeld und der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt haben mithilfe der IBA in den vergangenen Jahren versucht, die Lebensbedingungen für die Menschen in dem Stadtteil zu verbessern. So gibt es inzwischen einen Quartiersmanager, ein Stadtfest, einen Obst- und Gemüsegarten und Sommerwerkstätten.

gelbe Backsteine eines abgerissenen Hauses in Korbkästen
Nichttragende Teile des Werkhauses werden mit recycelten Materialien gebaut, wie hier mit Steinen aus einem früheren Wohnhaus in Saalfeld, dem sogenannten Gelben Haus, das abgerissen wurde. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

Fertigstellung für 2023 geplant

Der Bau soll im Frühjahr 2023 fertig sein. Die Baukosten liegen bei rund 1,15 Millionen Euro. Sie werden zu 90 Prozent mit Fördergeldern der Nationalen Stadtentwicklung, der Städtebauförderung von Bund und Land sowie des Infrastrukturministeriums getragen. Die Stadt Saalfeld zahlt zehn Prozent der Baukosten aus dem eigenen Haushalt.

ein Korbkasten mit gelben Steinen und dem Schild "Beulwitzer Straße"
Hier soll das Werkhaus als Ankunftsquartier gebaut werden. Eine Quartierswerkstatt und Outdoor-Küche gibt es schon. Bildrechte: MDR/Stefanie Reinhardt

MDR (sre/jw)

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Kultur am Sonntagabend | 02. Oktober 2022 | 21:10 Uhr

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