Reaktionen Thüringer CDU und Grüne begrüßen Erfolge bei NRW-Landtagswahl

CDU und Grüne in Thüringen haben die Erfolge ihrer Parteien bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen begrüßt. Nach Ansicht von CDU-Fraktionschef Mario Voigt soll seine Partei auch weiter eine Regierung in NRW führen. Die Thüringer Grünen sprachen vom "historisch besten Ergebnis" bei einer Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die anderen Parteien äußerten sich verhalten bis enttäuscht.

Hendrik Wüst, der bisherige NRW-Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, spricht in einem Fernsehstudio im Landtag am Abend der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. I
Die CDU um den amtierenden Ministerpräsidenten Hendrik Wüst holte bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag mit Abstand die meisten Stimmen. Bildrechte: dpa

CDU und Grüne in Thüringen haben die Erfolge ihrer Parteien bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag begrüßt. Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt sagte, der Wählerwille sei klar. Nordrhein-Westfalen wolle, dass die CDU auch weiter die Regierung anführe. Gute Arbeit werde belohnt. Ministerpräsident Hendrik Wüst habe einen "starken und wichtigen Wahlsieg" erzielt.

Grüne freuen sich über Verdreifachung

Die Thüringer Grünen sprachen vom "historisch besten Ergebnis" ihrer Partei in Nordrhein-Westfalen. Landessprecherin Ann-Sophie Bohm sagte, die Grünen hätten ihr Ergebnis verdreifacht.

Co-Landessprecher Bernhard Stengele sagte, das Wahlergebnis zeige, von wem sich die Menschen Antworten auf drängende Fragen wie Klimakrise, Erhalt der Artenvielfalt und "schnelle Unabhängigkeit von Kohle, Gas und Diktatoren" erwarten.

Linke wieder nicht drin und enttäuscht

Die Linke reagierte enttäuscht. Landes-Chefin Ulrike Grosse-Röthig sagte, ihre Partei werde im Moment nicht als Kraft wahrgenommen, etwas zu erreichen. Seit der Wahl in Schleswig-Holstein vor einer Woche sei keine Trendumkehr gelungen. Das nehme offenbar mehr Zeit in Anspruch. Die Linke werde aber als Stimme für soziale Gerechtigkeit gebraucht.

Unzufriedenheit bei Thüringer SPD

SPD-Landeschef Georg Maier sagte, seine Partei könne mit dem Ergebnis in Nordrhein-Westfalen nicht zufrieden sein. Mit Blick auf die ersten Hochrechnungen erklärte er, die bisherige schwarz-gelbe Koalition sei in jedem Fall abgewählt.

Auch AfD und FDP verlieren

AfD-Landessprecher Stefan Möller sagte, bei sechs Prozent könne man nicht von einem guten Ergebnis sprechen. Darüber könne man sich auch nicht freuen. Das Verhalten des früheren Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen habe der Partei geschadet. Gleichzeitig zeigte sich Möller zufrieden, dass die AfD den Sprung in den Landtag schaffte. Der negative Trend sei nach der Landtagswahl von Schleswig-Holstein gebrochen.

Robert Habeck (l-r, Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, geben die Abschlusspressekonferenz nach der Klausurtagung der Bundesregierung vor dem Schloss Meseberg. mit Audio
Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) geben die Abschlusspressekonferenz nach der Klausurtagung der Bundesregierung vor dem Schloss Meseberg Anfang Mai. Bildrechte: dpa

Von der Thüringer FDP hieß es, das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD sei auch zu Lasten der Liberalen gegangen. Gleichzeitig sei die politische Mitte gestärkt worden. Die Linke sei gescheitert und die AfD habe ihren Zenit überschritten, so der Sprecher der FDP-Gruppe im Landtag, Thomas Kemmerich.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. Mai 2022 | 07:00 Uhr

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