Hildburghausen Ballone steigen zur Montgolfiade auf - der Wald bleibt tabu

In Heldburg im Landkreis Hildburghausen hat am Mittwoch die 25. Thüringer Montgolfiade der Ballonsportler begonnen. Erstmals wird eine Offene Deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Aufgrund der Waldbrandgefahr gelten in diesem Jahr Einschränkungen für Ballonfahrer und Begleitfahrzeuge.

Ballons fahren bei der 24. Thüringer Montgolfiade über die Heldburg.
Die 25. Thüringer Montgolfiade beginnt am Mittwoch. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Die Sonne brennt heiß und auf dem Festplatz in Heldburg (Kreis Hildburghausen) laufen die letzten Absprachen. Das extrem warme Wetter macht den Feuerwehrleuten und den Organisatoren der 25. Thüringer Montgolfiade gerade etwas Bauchschmerzen. "Wir werden die Wettfahrten etwas anders ablaufen lassen", sagt Bürgermeister Christopher Other (CDU).

Der Wald bleibt komplett außen vor. Nur über Wiesen und Feldern werden Marker gesetzt. Im Wettkampf müssen die Ballonsportler so genau wie nur möglich manövrieren. An bestimmten Markierungen halten sie und werfen kleine Sandsäcke, die sogenannten Marker. Wer das Ziel am genausten trifft, bekommt die meisten Punkte.

Wald bleibt für Ballone tabu

Auch die Begleitfahrzeuge dürfen in diesem Jahr nicht durch den Wald fahren und die Besucher dürfen ausnahmslos nur auf den vorgegebenen Parkplätzen ihre Autos abstellen. Die Feuerwehr bewässert diese Flächen. Absolut tabu sind laut Bürgermeister die Böschungsränder. "Das Gras ist trocken wie Heu. Dieses Risiko können wir einfach nicht eingehen", so Other.

Erstmals Offene Deutsche Meisterschaft

Knapp 60 Ballone steigen zur Montgolfiade in den Heldburger Himmel auf. So viele wie noch nie. Das liegt unter anderem auch daran, dass dieses Mal sozusagen die Formel 1 des Ballonsports am Start ist. Zum allerersten Mal dürfen die Heldburger eine Offene Deutsche Meisterschaft ausrichten. Die Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland, aber auch der Schweiz, Luxemburg und Polen. Das Team aus Italien hatte kurz vor Beginn abgesagt.

Wir sind so stolz, dass wir es endlich geschafft haben.

Swen Gaudlitz Thüringer Ballonsportclub

Ein Mann steht vor einem Haus.
Swen Gaudlitz vom Thüringer Ballonsportclub Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Die Wettfahrten in Heldburg in den Jahren zuvor waren Ranglistenwettbewerbe. "Wir sind so stolz, dass wir es endlich geschafft haben", sagte Swen Gaudlitz vom Thüringer Ballonsportclub. Seit 25 Jahren habe man darauf hingearbeitet.

Vor zwei Jahren hatten sich die Thüringer den Ritterschlag erarbeitet. Als sie mitten in der Corona-Pandemie trotz aller Auflagen und ohne Zuschauer in Heldburg eine Montgolfiade ausrichteten. "Damit haben wir gezeigt, dass ganz Heldburg für den Ballonsport brennt", so Gaudlitz. Ohne die Stadt, den Landkreis, die begeisterten Menschen und Vereine wäre das niemals möglich gewesen.

Wanderungen und Ballonglühen

Den größten Besucheransturm erwarten die Organisatoren am Wochenende. Am Samstagabend findet das beliebte Ballonglühen statt. Die Ballone werden bei Einbruch der Dämmerung angefeuert. Ein Bild, das man so schnell nicht wieder vergisst. Auf dem Festplatz ist Samstag und Sonntag Rummel und in der Innenstadt lädt ein historischer Markt zum Bummeln ein.

Außerdem hat der Verein "Tourismusregion Coburg.Rennsteig" am Samstagvormittag zwei Rundwanderungen unter dem Slogan "Grenzenlos Wandern" im Angebot. Für die Tour ab 9:30 Uhr sollten sich die Teilnehmer aber unbedingt vorher anmelden. Für Kinder bis zwölf Jahre ist die Wanderung kostenfrei, Erwachsene zahlen zwölf Euro. Gelaufen wird eine zehn oder 14 Kilometer lange Strecke. Mit einer gemeinsamen Rast inklusive Verpflegung und einer kleinen Überraschung unterwegs.

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MDR (jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 10. August 2022 | 07:20 Uhr

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