Wirtschaft Umbau von über 3.000 Polizeiautos: Großauftrag für Ilmenauer Unternehmen

Tausende Autos für Bundes- und Bereitschaftspolizei rüstet das Ilmenauer Unternehmen Binz Automotive dank eines neuen Auftrages des Bundesinnenministeriums um. Der Sonderfahrzeugbauer bleibt auf starkem Wachstumskurs.

Ein Mitarbeiter der Binz Automotive Sachsen GmbH in Plauen arbeitet an einem Fahrzeug für das Technische Hilfswerk (THW)
Im Plauener Werk von Binz Automotive werden Wagen für das Technische Hilfswerk umgebaut (Archivfoto). Bildrechte: dpa

Der Sonderfahrzeugbauer Binz in Ilmenau hat einen Großauftrag vom Bundesinnenministerium erhalten. Wie Geschäftsführerin Cathrin Wilhelm einen Bericht der Thüringer Allgemeine bestätigte, soll das Unternehmen bis 2027 über 3.000 Einsatzfahrzeuge ausstatten. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge für die Bundes- und Bereitschaftspolizei.

Ein Mann montiert den Dachbalken auf einem Fahrzeug für das Technische Hilfswerk.
Die Binz Automotive GmbH fertigt Spezialfahrzeuge etwa für Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste. Bildrechte: dpa

Der Auftragsbestand des Unternehmens sei damit in sieben Jahren von fünf auf mehr als 520 Millionen gestiegen, hieß es. Der Umsatz wuchs allein im vergangenen Jahr von 51 auf 81 Millionen Euro. Zudem stieg laut Wilhelm ein Investor aus Wien als Gesellschafter ein. Die ASW Beteiligungsverwaltungs-GmbH übernimmt die Mehrheit der Anteile bei Binz. Dadurch könne sich das Unternehmen von Schulden befreien und auf das Wachstum konzentrieren. Wilhelm behält demnach 25,1 Prozent Anteile und bleibt geschäftsführende Gesellschafterin.

Cathrin Wilhelm, geschäftsführende Gesellschafterin von Binz
Die erfolgreiche Unternehmerin und Geschäftsführerin von Binz, Cathrin Wilhelm, hat die Mehrheit des Unternehmens nach Österreich verkauft. Bildrechte: dpa

Spezialfahrzeugbauer will ins Ausland expandieren

Binz wolle nun neue Märkte im Ausland erschließen, so Wilhelm. Die Binz Automotive GmbH fertigt Spezialfahrzeuge etwa für Feuerwehren, Polizei und Rettungsdienste. Zuletzt hatte das Unternehmen auch Verwundetentransporter der Bundeswehr umgerüstet.

In Ilmenau arbeiten derzeit 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, am sächsischen Standort Plauen 100. Diesen Standort, an dem in der DDR einst Ikarus-Busse gewartet wurden, hatte Binz im Jahr 2021 vom Unternehmen MAN übernommen und so vor dem Aus bewahrt.

MDR (LW/rom)

Das Logo des Fahrzeugherstellers Binz aus Ilmenau an einem Firmengebäude 1 min
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 01. Dezember 2022 | 19:00 Uhr

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