Gerettete Fische wieder in Ilm gesetzt: Bestand wohl deutlich geschrumpft

Nach einer Rettungsaktion im Sommer sind im Weimarer Land nun wieder Fische in die Ilm ausgesetzt worden. Trotzdem könnte sich der Fischbestand durch die teilweise fast ausgetrocknete Ilm deutlich verringern.

Ein Fisch wird wieder ins Wasser gesetzt.
In Wasserlöchern der teils ausgetrockneten Ilm überlebten im Sommer einige Fische. Diese wurden nun zurück in die Ilm gesetzt. Bildrechte: Bernd Rödger

Freiwillige Helfer hatten in den vergangenen Tagen unter anderem Bachforellen, Äschen, Elritzen und Gründlinge zurück in ihr angestammtes Gewässer gebracht. Sie waren im Hochsommer unter anderem vom Fischer und Mühlenbesitzer Uwe Müller aus dem fast ausgetrockneten Ilm-Flussbett gerettet und in Wasserbecken an der Mühle in Stedten bei Kranichfeld gebracht worden.

Zwei Männer setzen Fische ins Wasser.
Freiwillige haben unter anderem Bachforellen, Äschen, Elritzen und Gründlinge zurück in ihr angestammtes Gewässer gebracht. Bildrechte: Bernd Rödger

Fischbestand wohl deutlich verringert

Müller rechnet damit, dass die normale Bestandsdichte von 200 Kilogramm Fisch pro Hektar auf ein bis zwei Kilogramm sinken könnte.

Ende August waren laut Müller Hunderte Meter lange Strecken der Ilm komplett ausgetrocknet, so viel wie lange nicht. Es gab kaum noch Löcher mit Wasser, in denen Fische überleben konnten, nur noch wenige Rinnsale. Und der Zustand hielt sehr lange an. Dadurch bröckelte das Ufer, Bauwerke drohten abzusacken, die Tierwelt musste leiden und die Feuerwehr hatte kein Löschwasser mehr.

MDR (BR/rom)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. September 2022 | 16:30 Uhr

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