Technologie Automatisierter Zugbetrieb: TU Ilmenau forscht an neuer Funktechnik

Eine Forschungsgruppe der Technischen Universität Ilmenau untersucht neue Funktechnik für einen weitgehend automatisierten Zugbetrieb. Wie die Universität am Mittwoch mitteilte, ist ein Projekt zum automatisierten Schienenverkehr schon abgeschlossen worden.

Sechs Männer stehen vor einer Lok, vor ihnen steht ein Zug-Modell.
Das Forschungs- und Entwicklungsteam vor der realen Lokomotive und dem kleineren Labormodell. Bildrechte: Funkwerk Systems GmbH

Innerhalb von zwei Jahren haben die Forscherinnen und Forscher an einem maßstabsgetreu verkleinerten Lokomotiv-Modell experimentiert. Die Ergebnisse sollen nun beim Entwickeln der neuen Funktechnik an echten Elektro-Loks helfen. Das Forschungsprojekt "discoRAIL" wurde 2020 von der Funkwerk AG in Kölleda im Landkreis Sömmerda in Auftrag gegeben.

Forschung: Neue Funktechnik könnte bald europaweit eingesetzt werden

Die Messergebnisse an dem Modell haben laut TU eine technologische Lücke geschlossen. Sie ebneten den Weg für den zukünftigen Zugfunkstandard "FRMCS“, heißt es. FRMCS ist die englische Abkürzung für Future Railway Mobile Communication System. Dieser Funkstandart ist eine Art Kommunikationssystem zwischen Zügen und soll zukünftig europaweit eingesetzt werden.

In einem nächsten Projekt sollen innovative Antennen, die bereits bei selbstfahrenden Autos zum Einsatz kommen, auch bei Zügen erprobt werden.

Autonomes und automatisiertes Fahren Autonomes Fahren bezeichnet vollständig automatisiertes Fahren eines Fahrzeugs ohne Fahrer.

Beim automatisierten Fahren greifen verschiedene Assistenzfunktionen (zum Beispiel bei Lenkung oder Beschleunigung) in die Systeme ein und assistieren dem Fahrer.

MDR (wdy/fno)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 23. Juni 2022 | 12:30 Uhr

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