Trockenheit Wenig Heidelbeeren im Wald - besser sieht's bei Brombeeren und Himbeeren aus

In Thüringens Wäldern sind in den vergangenen Wochen viele Heidelbeeren wegen der Trockenheit eingegangen. Nach Angaben von Forstrevierleiter Thomas Noack aus Oberhof ist der Waldboden in bis zu zwei Metern Tiefe komplett ausgetrocknet. Sichtbar wird das auch in einem Waldstück bei Oberhof. Verkümmert und teils komplett vertrocknet hängen die kleinen blauen Beeren an den Sträuchern. Eigentlich waren die Heidelbeeren gut in die Reifezeit gestartet, so die Beobachtung des Försters - und dann kam aber kein Regen mehr.

Heidelbeeren an einem Strauch
Wenige und zu kleine Heidelbeeren hängen an den Sträuchern. Bildrechte: MDR/Marlene Drexler

Brombeeren und Himbeeren kommen besser klar

Himbeeren oder Brombeeren zu sammeln, kann sich dagegen lohnen. Ihnen geht es laut Noack den Umständen entsprechend noch relativ gut. Das liege an ihren Wurzeln, weil sie sowohl mehr in die Breite, als auch in die Tiefe wachsen. "So können sie die wenige Feuchtigkeit, die es gibt, besser nutzen", so der Förster. Die flach wachsenden Heidelbeerbüsche dagegen hätten ein kleineres Wurzelsystem und sitzen damit wortwörtlich auf dem Trockenen. Darüber hinaus hilft den Brombeer- und Himbeerranken ihr größeres Blattwerk. Es sorgt dafür, dass Feuchtigkeit - Regen oder Tau - länger gespeichert wird. Vielerorts seien die Beeren auch schon reif, zumindest in den Tallagen, so die Erfahrung des Försters. "Hier oben am Rennsteig kann es dagegen noch um die zwei Wochen dauern."

Forstrevierleiter Thomas Noack begutachtet einen Heidelbeerstrauch.
Bei den Himbeeren sieht es gut aus: Forstrevierleiter Thomas Noack. Bildrechte: MDR/Marlene Drexler

Kein gutes Pilz-Jahr erwartet

Für Pilzfreunde sind die Aussichten in diesem Jahr sehr schlecht. "Das Pilzmyzel wächst ja den Sommer über und da die Feuchtigkeit im Boden fehlt, könnte es eine Nullrunde werden", befürchtet Forstrevierleiter Noack. Wenige Ausnahmen könnten Hexenröhrlinge oder Perlpilze bilden.

MDR (dr)

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