Pandemie Sonneberg reagiert auf Corona-Situation - Bundeswehr soll helfen

Die Lage im Kreis Sonneberg spitzt sich wegen der hohen Corona-Infektionszahlen zu. Das Landratsamt will die Regeln verschärfen. Sodatinnen und Soldaten sollen helfen, die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen.

Der Kreis Sonneberg verschärft mit einer neuen Allgemeinverfügung die Corona-Regeln. Grund ist, dass der Kreis seit mehreren Tagen in der Corona-Warnstufe zwei ist.

Ab dem 29. Oktober gilt dem Landratsamt zufolge die 3G-Regelung in geschlossenen Räumen - für Gaststätten, für öffentliche Veranstaltungen, für nichtöffentliche Veranstaltungen in geschlossenen Räumen der Gastronomie, Veranstaltungsstätten und sonstigen vergleichbaren Einrichtungen. Die 3G-Regel gilt zudem für touristische Beherbergungen sowie im Sport - ausgenommen ist der organisierte Sportbetrieb sowie der Schwimm- und Sportunterricht.

Ziel des neuen Maßnahmenpakets ist es, die Sieben-Tage-lnzidenz des Landkreises Sonneberg wieder deutlich zu senken, um auch die Zahl weiterer Hospitalisierungen gering und beherrschbar zu halten.

3G-Regelungen im Kreis Sonneberg

Zugang haben demnach bis auf Weiteres "nur asymptomatische Personen, die negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen sind". Ausgenommen sind asymptomatische Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres und alle noch nicht eingeschulten Kinder.

Bundeswehr recherchiert Kontaktpersonen

Zudem will der Kreis Sonneberg wegen der stark steigenden Corona-Fallzahlen wieder die Bundeswehr um Hilfe bitten. Ein entsprechender Antrag ist laut Landratsamt bereits in Arbeit. Die Soldatinnen und Soldaten sollen wieder dabei helfen, die Kontakte Corona-Infizierter nachzuverfolgen.

Derzeit gebe es so viele neue Fälle, dass die Behördenmitarbeiter nicht mehr hinterherkämen, teilte das Landratsamt mit. Deshalb würden derzeit zuerst Infektionsmeldungen aus Gemeinschaftseinrichtungen bearbeitet.

Blick auf Hospitalisierungs-Inzidenz

Auch die Lage in den Krankenhäusern ist nach Ansicht des Sonneberger Landratsamts ernster als allgemein bekannt. Die Corona-Statistik spiegele das Bild nicht korrekt wider, sagte ein Sprecher. Ein Grund sei, dass in der sogenannten Hospitalisierungs-Inzidenz nur Patienten der vergangenen sieben Tage gezählt werden. Ab dem achten Tag fallen sie aus der Statistik, obwohl sie möglicherweise weiter im Krankenhaus liegen.

Die aktuelle Belegung der Intensivstationen mit Coronapatienten wird landesweit gezählt. Sie stand am Donnerstag mit 8,6 Prozent auf Stufe orange. Die Hospitalisierungsinzidenz im Kreis Sonneberg lag mit 1,8 auf Stufe grün.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 28. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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