Modellbau-Branche Piko legt trotz Logistikproblemen weiter zu

Auch der Modellbahnbauer Piko kämpft mit den weltweiten Logistikproblemen. Dennoch äußert sich Firmenchef Wilfer zufrieden zu den Umsatzzahlen der vergangenen Monate.

Modellbahnen der Nenngröߟe H0 stehen am 16.01.2018 bei Piko in Sonneberg (Thüringen) auf ihren Gleisen.
Corona war eine Boom-Zeit für Modellbahnhersteller. Die aktuellen Logistikprobleme treffen jetzt aber auch sie. Das Bild zeigt Modelle der sowjetischen Diesellok-Baureihe 132/232 von Piko. Bildrechte: dpa

Der Sonneberger Modelleisenbahnhersteller Piko sieht sich trotz Einbrüchen beim Export in der Erfolgsspur. In den ersten fünf Monaten des aktuellen Geschäftsjahres sei ein Umsatzplus erzielt worden, sagte Geschäftsführer René Wilfer am Dienstag. Bis Ende Mai dieses Jahres sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gestiegen.

Piko-Geschäftsführer René Wilfer präsentiert einen Modellbahn-Waggon
Piko-Geschäftsführer René Wilfert in seinem Element. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Lieferprobleme für elektronische Bauteile

Etwa zwei Drittel des Umsatzes generierte die Südthüringer Firma demnach in Deutschland. Einbrüche hat es nach Angaben Wilfers jedoch im Export gegeben. Das liege vor allem an weltweiten Lieferproblemen für elektronische Bauteile. Zahlreiche Loks mit aufwendigen Soundsystemen konnten daher nicht exportiert werden.

Verzögerungen und höhere Kosten beim Transport

Auch die Laufzeit für Container bereitet dem Spielzeughersteller Sorgen. Laut Wilfer musste man früher zwischen fünf und sechs Wochen auf einen Container warten, heute sind es im Schnitt drei Monate. Zudem seien die Kosten von früher rund 2.500 Euro auf heute 15.000 Euro in die Höhe geschossen.

Piko plant wieder zahlreiche neue Modelle

In diesem Jahr will das Unternehmen dennoch wieder rund 400 Neuheiten auf den Markt bringen. Darunter die unter Eisenbahnkennern als "Deutsches Krokodil" bekannte Altbaulok in Spurgröße H0. In der Spurgröße N soll die 101 Intercity-Lokomotive der Baureihe 101 in mehreren Farbvarianten auf den Markt kommen.

Ein Intercity fährt in den Bahnhof von Stendal ein.
Die IC-Lokomotive 101 im Original - bei Piko nun auch in der 9-Millimeter-Spurweite geplant Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Tag der Offenen Tür am Samstag

Nach coronabedingter Pause findet am bevorstehenden Samstag nach drei Jahren auf dem Betriebsgelände wieder ein Tag der Offenen Tür statt. Piko erwartet rund 12.000 Besucher, die dann die Produktion erleben und hinter die Kulissen der Entwicklungsabteilung blicken können.

Menschen arbeiten an einem Tisch in einer Reihe.
Piko-Produktion in China Bildrechte: MDR

Piko ist mit 170 Mitarbeitern in Sonneberg einer der größten Arbeitgeber. In China beschäftigt das Unternehmen weitere 520 Mitarbeiter.

MDR (csr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | Thüringen Journal | 14. Juni 2022 | 19:00 Uhr

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