Sturmgewehr Streit um Bundeswehr-Auftrag: Suhler Waffenhersteller Haenel erwägt Klage

Der Waffenhersteller Haenel aus Suhl ist zuversichtlich, Sturmgewehre an die Bundeswehr liefern zu dürfen. Ein Ausschluss vom Verfahren sei nicht gerechtfertigt, sagte Geschäftsführer Olaf Sauer in einem Zeitungsinterview.

Sitz des Waffenherstellers Merkel und C.G. Haenel in Suhl
Der Sitz des Waffenherstellers Haenel in Suhl. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Waffenhersteller Haenel erwägt, im Streit um den Sturmgewehr-Auftrag für die Bundeswehr zu klagen. Werde Haenel nicht bei dem Auftrag berücksichtigt, "dann werden wir unsererseits den Rechtsweg beschreiten", sagte Geschäftsführer Olaf Sauer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Das Thüringer Unternehmen vertraue aber auf das Verfahren und sei weiterhin zuversichtlich, den Zuschlag zu bekommen. "Nach unserer Auffassung wäre ein Ausschluss vom Verfahren nicht gerechtfertigt", sagte Sauer.

Die Waffenfirma, die einem arabischen Rüstungskonzern gehört, war im Wettbewerb mit dem bisherigen Stammlieferanten der Bundeswehr Heckler & Koch zunächst erfolgreich gewesen. Es geht um die Lieferung von 120.000 Waffen. Das Verteidigungsministerium hatte die Vergabe des Millionenauftrags an Haenel jedoch im Oktober zunächst zurückgezogen. Es begründete die Entscheidung mit möglichen Patentrechtsverletzungen zulasten des unterlegenen Bieters Heckler & Koch.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichen | 31. Januar 2021 | 18:30 Uhr

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