Gewerkschaft Verdi will in Thüringen AfD-Mitglieder ausschließen

Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dürfen in Thüringen nicht gleichzeitig der AfD angehören. Geschäftsführerin sagte Corinna Hersel auf Anfrage, das sei am Samstag auf der Bezirkskonferenz in Weimar beschlossen worden. Der AfD-Landesverband wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft.

Hersel betonte, Mitglieder, bei denen die Zugehörigkeit zur AfD bekannt werde, würden aus der Gewerkschaft ausgeschlossen. Ob es dazu eine Art Überprüfung geben soll, wurde nicht mitgeteilt.

Ein Teilnehmer einer Demonstration von Beschäftigten von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen schwenkt eine ver.di-Fahne.
In Thüringen ist eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft Verdi für AfD-Mitglieder nicht mehr möglich. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Bezirksvorsitzender wiedergewählt

Zudem wurde den Angaben nach der Bezirksvorsitzende Denny Möller im Amt bestätigt. Die Gewerkschaft nahm auch die anstehenden Tarifrunden in den Blick. Dabei gehe es um die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für Bund und Kommunen sowie der Deutschen Post, sagte Hersel.

In einem Leitantrag sprachen sich die Gewerkschafter für den "Schutz vor Sonn- und Feiertagsarbeit aus rein wirtschaftlichen Interessen", die Einführung einer Vermögenssteuer sowie für mehr Wertschätzung und eine tarifgerechte Entlohnung des Pflegepersonals aus. Verdi hat nach eigenen Angaben rund 34.000 Mitglieder in Thüringen.

MDR (cfr)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. November 2022 | 19:00 Uhr

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