Herdenschutz Umgang mit Wölfen in Thüringen: Umweltministerium hofft auf EU-Hilfen

Um den Herdenschutz finanziell besser zu fördern, sollte auch die Europäische Union Programme auflegen, fordert Umweltministerin Anja Siegesmund mit Blick auf den Wolf in Thüringen.

Ein Wolf in einem herbstlichen Wald
Da Wölfe gelegentlich auch Nutztiere wie Schafe reißen, wird der Herdenschutz immer wieder diskutiert. (Symbolbild) Bildrechte: colourbox

Thüringen erhofft sich mehr Hilfe beim Umgang mit Wölfen - und setzt dabei auf Bund und EU. So sollten Weidetierhalter beim Schutz ihrer Herden unterstützt und klare Regeln zum Abschuss sogenannter "Problemwölfe" aufgestellt werden, heißt es in einem Schreiben des Thüringer Umweltministeriums an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Nur so könne gewährleistet werden, dass der Wolf von den Menschen akzeptiert werde.

So gut es ist, dass mehr und mehr Wölfe in ihre ursprüngliche Verbreitungsgebiete zurückkehren - die Ängste der Landwirte müssen ernst genommen werden; so der Tenor des Briefs von Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). Sie fordert den Bund auf, auch die EU in die Pflicht zu nehmen.

Abschuss von Problemtieren regeln

Die Europäische Union soll Programme auflegen, mit denen der Herdenschutz finanziell gefördert wird. Auf Flächen des Bundes soll es erlaubt sein, sogenannte Nachtpferche zum Schutz der Weidetiere aufzustellen.

Zudem soll per Gesetz klar geregelt sein, unter welchen Bedingungen Problemwölfe geschossen werden dürfen und wer genau den Abschuss vornehmen darf. Die Naturschützer vom BUND haben das Schreiben begrüßt. Es lege ganz klar den Fokus auf den Schutz der Herdentiere, sagte eine Sprecherin MDR THUERINGEN.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 08. September 2020 | 13:00 Uhr

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