Russland-Ukraine-Krieg Newsblog: Journalistin Owsjannikowa aus Russland geflohen

Die durch einen Protest-Auftritt im TV bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa hat nach Angaben ihres Anwalts Russland verlassen. Kiew ist erneut Ziel von russischen Angriffen. Die Nato startet ihre Atomwaffen-Übung "Steadfast Noon" zur Verteidigung ihres Bündnisgebiets. Die aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine und die Folgen im Newsblog.

Die durch ihren Kriegsprotest im russischen Fernsehen bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa bei einem Interview mit der dpa.
Die durch ihren Antikriegsprotest im russischen Fernsehen bekannt gewordene Journalistin Marina Owsjannikowa ist nach Angaben ihres Anwalts aus Russland geflohen. Bildrechte: dpa

Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter im Land sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum unabhängig überprüft werden können.

Update 22:36 Uhr | Erneut Luftalarm in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist am Abend zum vierten Mal am heutigen Tag Luftalarm ausgelöst worden. Um Kiew war nach Behördenangaben die Luftabwehr im Einsatz, um anfliegende Drohnen der russischen Streitkräfte abzufangen. Ein Abschuss einer solchen Drohne wurde aus dem Ort Browary am östlichen Stadtrand gemeldet.

Abends gab es Luftalarm auch über den südlichen Gebieten Mykolajiw und Odessa. Bei Drohnenangriffen auf Kiew am Morgen waren vier Menschen getötet worden.

21:25 Uhr | Duma will homophobes Gesetz verschärfen

Das russische Parlament hat angesichts der verschärften Konfrontation Russlands mit dem Westen und des Krieges in der Ukraine die Verschärfung seines strengen Anti-Homosexuellen-Gesetzes gefordert. Die Offensive in der Ukraine habe dem Gesetzesvorschlag "neue Bedeutung" verliehen, sagte Alexander Chinstein, ein ranghoher Duma-Abgeordneter und Chef des Informationsausschusses. Der Einsatz finde "nicht nur auf dem Schlachtfeld statt, sondern auch in den Köpfen und Seelen der Menschen".

Das Parlament beriet über Änderungen des Gesetzes von 2013, demzufolge Minderjährige keiner "Schwulenpropaganda" ausgesetzt werden dürfen. Der neue Gesetzentwurf sieht vor, die "Verleugnung von Familienwerten" und die "Förderung nicht-traditioneller sexueller Orientierungen" nun für alle Altersgruppen zu verbieten. 

21:25 Uhr | DOK-Festival: Preis für ukrainische Regisseurin

Die ukrainische Regisseurin Svitlana Lishchynska erhält beim Leipziger Dokumentarfilmfestival DOK den Preis für das beste Dokumentarfilmprojekt aus weiblicher Sicht. Die sächsische Staatsministerin Barbara Klepsch (CDU) übergab die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung am Abend bei der Eröffnung des internationalen Festivals in Leipzig.

Prämiert wird der Film "A Bit Of A Stranger". Darin begleitet Lishchynska ihre Mutter, ihre Tochter und ihre Enkelin – vier Generationen einer Familie aus Mariupol, die "durch die langjährige imperialistische Politik Russlands ihre nationale Identität verloren hat und gegenwärtig den russischen Angriffskrieg miterlebt".

20:58 Uhr | Ukraine und Russland tauschen Gefangene aus

Russland und die die Ukraine haben über 200 Gefangene ausgetauscht. 108 gefangene ukrainische Soldatinnen und Zivilistinnen kehrten in ihre Heimat zurück, wie das Präsidialamt der Ukraine mitteilte. Auf russischer Seite bestätigten das Verteidigungsministerium in Moskau und die Separatisten in Donezk die Heimkehr von 110 Gefangenen. Dazu zählten 72 russische Seeleute von zivilen Schiffen, die seit Beginn des Krieges im Februar in der Ukraine festgehalten worden seien.

20:50 Uhr | Video: Kiew weiter unter Beschuss

Die nun eine Woche andauernden russischen Raketen- und Drohnenangriffe zielen vordergründig auf die Energieversorgung. Unterdessen hat die EU eine Ausbildungsmission für ukrainische Soldaten beschlossen. Mehr dazu im Video:

Update 20:04 Uhr | Mindestens zwei Tote bei Flugzeugabsturz

Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über einem Wohngebiet im Südwesten des Landes sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die örtliche Stelle des Katastrophenschutzministeriums in Jejsk nahe der Ukraine.

18:18 Uhr | Russisches Militärflugzeug nahe ukrainischer Grenze abgestürzt

Ein russisches Militärflugzeug ist im Südwesten Russlands über einem Wohngebiet abgestürzt. Die Maschine stürzte über der Stadt Jejsk nahe der Grenze zur Ukraine ab, wie russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau meldeten. Die Maschine vom Typ Suchoi-34 sei in den Hof eines Wohnkomplexes gestürzt, der Treibstoff des Flugzeugs sei in Brand geraten, erklärte das Ministerium, während in Online-Netzwerken veröffentlichte Bilder ein brennendes Gebäude zeigten.

17:44 Uhr | Umtauschprogramm von Hrywnja in Euro endet

Die Umtauschmöglichkeiten von ukrainischen Hrywnja in Euro für Flüchtlinge sollen in Deutschland noch in diesem Monat auslaufen. Die zunächst rege Nachfrage habe mittlerweile stark nachgelassen, begründeten das Bundesfinanzministerium, die Bundesbank und die Kreditwirtschaft den Schritt in einer gemeinsamen Mitteilung. Im Zuge des Programms wurden demnach weit weniger Hrywnja umgetauscht als erwartet worden war. Zuletzt hätten nur noch sehr wenige Transaktionen stattgefunden. Bei den Banken und Sparkassen kann jetzt noch bis zum 30. Oktober umgetauscht werden.

16:42 Uhr | Russland will bis zu 9.000 Soldaten nach Belarus schicken

Russland schickt nach amtlichen Angaben bis zu 9.000 Soldaten sowie hunderte Einheiten Technik nach Belarus. Erwartet würden rund 170 Panzer, 200 gepanzerte Kampffahrzeuge und Artillerie, teilte der Leiter der Abteilung für internationale militärische Zusammenarbeit im belarussischen Verteidigungsministerium, Waleri Rewenko, in Minsk mit.

Im Winter war ein gemeinsames Manöver von russischen und belarussischen Soldaten in den Angriff auf die Ukraine übergegangen. Lukaschenko hatte Militärbasen in Belarus für russische Angriffe auf die Ukraine bereitgestellt. Die Ukraine sieht Belarus deshalb als Kriegspartei. Belarus hatte bisher stets betont, sich nicht an dem Krieg in der Ukraine beteiligen zu wollen.

16:19 Uhr | Journalistin Owsjannikowa aus Russland geflohen

Die Russische Kriegsgegnerin Marina Owsjannikowa im Interview
Die Journalistin Marina Owsjannikowa bei ihrem Anti-Kriegs-Protest im April. Bildrechte: IMAGO/MiS

Die durch ihren Live-Protest gegen den Ukraine-Krieg bekannt gewordene TV-Journalistin Marina Owsjannikowa ist aus Russland geflohen. Ihr Anwalt Dmitri Sachatow teilte mit, Owsjannikowa und ihre Tochter hätten Russland verlassen. Sie seien jetzt in Europa. Es gehe ihnen gut.

Die Fernsehjournalistin hatte kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine in der Hauptnachrichtensendung des staatlichen Fernsehens ein Anti-Kriegs-Plakat in die Kamera gehalten. Gegen Owsjannikowa war im August wegen der "Verbreitung von Falschinformationen" über die russische Armee Anklage erhoben worden. Ihr drohen bis zu zehn Jahre Haft. Ein Moskauer Gericht stellte die Journalistin unter Hausarrest.

15:36 Uhr | EU beschließt Ausbildungsmission für ukrainische Soldaten

Die EU-Außenminister haben eine Ausbildungsmission für die Streitkräfte der Ukraine sowie die Freigabe von weiteren 500 Millionen Euro für Waffenlieferungen beschlossen. Die Pläne sehen nach Angaben von Außenministerin Annalena Baerbock vor, dass insgesamt 15.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland und anderen EU-Ländern ausgebildet werden. Damit wolle man das Land bestmöglich unterstützen, sagte Baerbock am Rande eines Treffens in Luxemburg.

Angelegt ist die Mission auf zwei Jahre. Neben militärischen Grundfähigkeiten soll sie auch weitere Fähigkeiten in Bereichen wie Minenräumung und Sanitätsdienst vermitteln. Deutschland will für die Ausbildung ein Hauptquartier einrichten.

15:29 Uhr | Ukrainische Getreide-Exporte fast wieder auf Vorkriegsniveau

Die ukrainischen Getreide-Exporte haben nach Angaben der Regierung im Oktober fast wieder das Vorkriegsniveau erreicht. In den ersten 17 Tagen des Monats seien sie trotz der russischen Angriffe und der anhaltenden Blockade einiger Schwarzmeer-Häfen nur um 2,4 Prozent niedriger gewesen als im gleichen Zeitraum des Jahres 2021, wie Daten des Landwirtschaftsministeriums zeigten. Demnach hat die Ukraine im Oktober bisher 2,12 Millionen Tonnen Getreide exportiert, hauptsächlich Mais und Weizen, gegenüber 2,17 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum.

Unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei hatte Russland Ende Juli einem Abkommen mit der Ukraine zugestimmt, die Blockade von drei Schwarzmeer-Häfen aufzuheben.

12:58 Uhr | Sanktionen gegen Iran Thema bei EU-Außenministertreffen

Die Europäische Union sucht nach konkreten Beweisen für eine Beteiligung des Irans an Russlands Krieg gegen die Ukraine. Für den Fall, dass der Iran tatsächlich Drohnen an das russische Militär geliefert haben sollte, haben mehrere EU-Außenminister am Montag bereits vor ihrer Sitzung in Luxemburg mit Sanktionen gedroht. Die Regierung in Teheran bestreitet eine Lieferung von Drohnen an Russland zum Einsatz in der Ukraine.

Die Ukraine spricht seit einiger Zeit davon, dass Russland ihr Territorium auch mit Drohnen iranischer Bauart angreift. Sollte sich dies bewahrheiten, zöge das nach den Worten des luxemburgischen Außenministers Jean Asselborn harte Sanktionen gegen den Iran nach sich. "Dann wird es nicht mehr darum gehen, einzelne Personen zu sanktionieren."

12:43 Uhr | Ukrainische Energieinfrastruktur von Angriffen betroffen

Bei den neuen russischen Luftangriffen ist nach ukrainischen Angaben die Energieinfrastruktur in den zentralen und nördlichen Regionen des Landes beschädigt worden. Die Situation im Stromnetz sei allerdings unter Kontrolle und Reparaturteams seien dabei, die Schäden zu beheben, teilt der Netzbetreiber Ukrenergo mit.Er forderte die Ukrainer in einer Erklärung über den Kurznachrichtendienst Telegram auf, sparsam mit Strom umzugehen, vor allem am Abend, um das Energiesystem zu entlasten. Das Unternehmen schloss die Einführung von Notabschaltungen nicht aus.

Bei den Luftangriffen auf Kiew am Morgen ist mindestens ein Mensch getötet worden. Eine Frau sei ums Leben gekommen, eine weitere Person sei noch unter Trümmern eingeschlossen, sagt der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko.

12:22 Uhr | Österreichs Außenminister verurteilt Drohnenangriffe in Ukraine

Jeder Einsatz iranischer Drohnen bei den russischen Angriffen auf die Ukraine würde nach Einschätzung des österreichischen Außenministers Alexander Schallenberg eine Eskalation des Krieges bedeuten. Diese Kamikaze-Drohnen, die man offenbar jetzt in der Ukraine sehe, seien eine Eskalation, sagt er bei seiner Ankunft in Luxemburg, wo sich die EU-Außenminister treffen.

Eine Bereitstellung von Ausrüstung für Russland käme einer aktiven Unterstützung des von der russischen Regierung geführten Krieges gegen die Ukraine gleich, fügt Schallenberg vor der Presse hinzu. Die iranische Regierung bestreitet, dass sie an Russland Drohnen zum Einsatz in der Ukraine geliefert hat.

12:11 Uhr | Baerbock kündigt finanzielle Hilfen für Ukraine an

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock kündigt finanzielle Hilfen für die Ukraine in Höhe von 500 Millionen Euro für die Ukraine sowie die Ausbildung von 15.000 ukrainischen Soldaten in der Europäischen Union (EU) an.

Zudem müssten Menschen aus den illegal annektierten Gebieten im Osten der Ukraine befreit werden. Verantwortliche die sich weigerten, sich gegen ihr Land zu stellen, würden dort kaltblütig erschossen, so die Grünen-Politikerin.

11:57 Uhr | UN verurteilt Angriffe Russlands

Die Vereinten Nationen (UN) fordern ein Ende der Drohnen-Angriffe auf die ukrainische Zivilbevölkerung. Der neue UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, erklärt, es gebe Berichte von Kollegen vor Ort über solche Angriffe. Es sei absolut wichtig, dass die Zivilbevölkerung nicht angegriffen werde. Das aber sei in dicht besiedelten städtischen Gebieten sehr schwierig, sagt der Österreicher vor der Presse.

Bei den neuen russischen Luftangriffen auf ukrainische Städte sind am Montag Behördenangaben zufolge mehrere Menschen getötet worden. Es habe Todesopfer gegeben, nicht nur in Kiew, auch in anderen Städten, teilt Innenminister Denys Monastyrskyj mit, ohne Einzelheiten zu nennen.

11:14 Uhr | Ostblogger Maxim Kireev zur russischen Mobilmachung

Seit Wochen werden Männern in Russland Einberufungsbescheide zugestellt. Während sich die einen fügen, versuchen andere unterzutauchen oder Schlupflöcher zu nutzen, um nicht in den Krieg ziehen zu müssen. MDR-Ostblogger Maxim Kireev hat mit zwei von ihnen gesprochen.

9:52 Uhr | Bundeswehr beteiligt sich an EU-Ausbildungsmission für Ukraine

Die Bundeswehr wird sich nach Angaben von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht maßgeblich an der geplanten EU-Ausbildungsmission für die Ukraine beteiligen. "Wir sind da ganz mit vorn dabei, denn wir haben ja schon gezeigt, dass wir ukrainische Soldaten sehr gut ausbilden", zitiert RTL/ntv die SPD-Politikerin. "Deswegen haben wir auch ganz klar der EU angeboten, dass wir da sehr prominent auch diese Ausbildungsmission unterstützen werden", sagt Lambrecht demnach in der Sendung "Frühstart". Deutschland werde seine Kapazitäten zum Beispiel bei Simulatoren und Gefechtsübungszentren zur Verfügung stellen.

9:19 Uhr | Atomkraftwerk Saporischschja erneut vom Netz genommen

Das Atomkraftwerk Saporischschja ist ukrainischen Angaben zufolge erneut vom Stromnetz getrennt worden. Russische Truppen hätten abermals Umspannwerke in von der Ukraine kontrolliertem Gebiet beschossen, teilt das staatliche ukrainische Energieunternehmen Energoatom mit. Das AKW werde nun über Dieselgeneratoren versorgt.

8:51 Uhr | Weitere Regionen in Ukraine melden Beschuss

Russland hat am Montag neben der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach örtlichen Behördenangaben auch andere Regionen im Land beschossen. Berichte über Explosionen gab aus den Gebieten Sumy, Dnipropetrowsk und Odessa. Kremlnahe russische Militärblogger berichteten von einem Beschuss insbesondere der Energieinfrastruktur des Landes. Solche Attacken hatte Kremlchef Wladimir Putin angekündigt.

7:42 Uhr | Feuer in Energieanlage in Ukraine ausgebrochen

In einer Energieanlage in der Region Dnipropetrowsk ist dem dortigen Gouverneur zufolge ein großes Feuer ausgebrochen. In der Nacht sei dort eine Rakete eingeschlagen, teilt Valetyn Resnitschenko per Kurznachrichtendienst Telegram mit. "Drei feindliche Raketen wurden von unseren Luftverteidigungskräften zerstört", schreibt der Gouverneur. "Eine Rakete hat eine Energieinfrastrukturanlage getroffen. Es gibt ein großes Feuer. Alle Dienste auf dem Gelände arbeiten."

06:48 Uhr | Kiew Ziel von erneuten Angriffen

Das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist am Montagmorgen erneut von Explosionen erschüttert worden. Es gebe Luftalarm, die Menschen sollten Schutz suchen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Genau eine Woche nach den schweren russischen Luftangriffen waren in der Stadt drei Explosionen zu hören. Es war zunächst auch unklar, ob es wie vor einer Woche Zerstörungen gab. Der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, sprach auf dem Kurznachrichtendienst Telegram von Angriffen mit sogenannten Kamikaze-Drohnen. Ein ZDF-Team filmte einen der Einschläge.

03:20 Uhr | Vier Millionen Kinder wegen Russland-Ukraine-Krieg in Armut

Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine haben nach UN-Angaben vier Millionen Kinder in Osteuropa und Zentralasien in die Armut getrieben. "Kinder tragen die größte Last der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges", erklärte die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef. Durch den Konflikt und die dadurch angeheizte Inflation sei die Zahl armer Kinder in Osteuropa und Zentralasien innerhalb eines Jahres um 19 Prozent gestiegen. Die Unicef stützt sich bei ihrem Bericht auf Daten aus 22 Ländern. Demnach sind die Auswirkungen des Krieges auf Kinder in Russland und der Ukraine besonders stark.

02:34 Uhr | Nato trainiert Einsatz von Atomwaffen

Die Nato beginnt an diesem Montag ihr jährliches Militärmanöver "Steadfast Noon" zur Verteidigung des Bündnisgebiets in Europa. Wie die Allianz mitteilte, werden die vierzehn teilnehmenden Staaten, darunter Deutschland, mit bis zu sechzig Militärflugzeugen über Belgien, der Nordsee und dem Vereinigten Königreich üben. Nach Angaben von Militärexperten wird bei dem Manöver auch der Einsatz von Atomwaffen geübt.

Angesichts der russischen Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen informierte das Bündnis in diesem Jahr aktiv über das Manöver, um Fehlschlüsse in Moskau zu vermeiden, aber auch um seine Einsatzbereitschaft zu demonstrieren. "Das entschlossene, berechenbare Verhalten der Nato, unsere militärische Stärke, ist der beste Weg, um eine Eskalation zu vermeiden", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Die bis Monatsende dauernde Übung wird jedes Jahr in der zweiten Oktoberhälfte ausgerichtet. Gastgeber ist stets einer der fünf europäischen Staaten der sogenannten "nuklearen Teilhabe", in diesem Jahr Belgien.

01:07 Uhr | Künftiger ukrainischer Botschafter lobt Deutschland

Oleksij Makejew, neuer Botschafter der Ukraine in Deutschland.
Oleksij Makejew, der neue Botschafter der Ukraine, wird am Montag in Berlin erwartet. Bildrechte: IMAGO / photothek

Der neue Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksij Makejew, hat Deutschland für die Unterstützung der Ukraine gelobt. "Die deutsche Bevölkerung unterstützt die Ukraine so stark, dass ich sicher bin, dass wir gemeinsam mit Deutschland und allen anderen europäischen Partnern den Krieg gewinnen werden! Je schneller, desto besser. Mein Team und ich in der Botschaft in Berlin werden jeden Tag einen enormen Beitrag zum Sieg leisten", sagt Makejew, der am Montag in Berlin erwartet wird, der Zeitung "Bild".

Sein Vorgänger Andrij Melnyk habe einen tollen Job gemacht. Er werde immer wieder auf seine Expertise zurückkommen. "Wir haben den Übergang nahtlos gestaltet und den Wechsel am Wochenende vollzogen."

00:24 Uhr | Selenskyj will Getreideexporte steigern

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Getreide-Exporte aus seinem Land weiter ausbauen. Selenskyj sagte in seiner Videoansprache, seit dem Inkrafttreten des Getreideabkommens habe die Ukraine fast acht Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Seeweg ausgeführt. Mehr als die Hälfte der Menge seien nach Afrika und Asien gegangen. Er reagierte damit auf die Drohung Russlands, das Abkommen zu stoppen und die ukrainischen Häfen wieder zu blockieren.

00:05 Uhr | Kriegsvorbereitungen: Belarus bewaffnet Zivilschutz

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges ist in Belarus die Bewaffnung des Zivilschutzes abgeschlossen. Zivilschutz-Chef Wadim Sinjawski sagte im Staatsfernsehen, man habe alle Waffen vom Verteidigungsministerium erhalten. Sie seien in den Waffenkammern gelagert. Zusammen mit dem Militär seien Einheiten zur Verteidigung gebildet worden. Diese könnten herangezogen werden. Unterdessen teilte der belarussische Grenzschutz mit, seine Einheiten an der Grenze zur Ukraine verstärkt zu haben.

Zuvor hatte Russland 9.000 Soldaten für eine gemeinsame Truppe nach Belarus entsandt. Laut belarussischem Machthaber Alexander Lukaschenko soll diese die Grenze schützen. Er dementierte eigene Angriffspläne.

00:00 Uhr | Newsblog am Montag, 17. Oktober 2022

Guten Morgen, in unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 17. Oktober 2022 | 06:00 Uhr

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