Cumbre Vieja Flughafen auf La Palma nach Vulkanausbruch geschlossen

Nach heftigen neuen Eruptionen des Vulkans Cumbre Vieja auf der Kanaren-Insel La Palma ist der Flugbetrieb eingestellt worden. Über der Ferieninsel hängen Aschewolken. Vulkanologen gehen davon aus, dass die Eruptionen noch wochenlang anhalten könnten.

Flugzeug auf Flughafen Santa Cruz de La Palma.
Aschewolken des Vulkans Cumbre Vieja beeinträchtigen den Flugbetrieb auf der Kanaren-Insel La Palma. Bildrechte: dpa

Auf der spanischen Ferieninsel La Palma ist aus Sicherheitsgründen der Flughafen Santa Cruz geschlossen worden. Das teilte der Betreiber Aena am Samstag mit. Wegen Aschewolken über der Ferieninsel war der Betrieb bereits am Freitag eingeschränkt worden, sieben Flüge fielen aus.

Vulkanologen: Hochexplosive Phase

Der Vulkan Cumbre Vieja speit inzwischen weiter Lava. Zudem gibt es immer wieder Explosionen. Forscher warnen vor einer neuen Phase des Ausbruchs, die hochexplosiv sein könne.

Der 1.950 Meter hohe Cumbre Vieja war am vergangenen Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Nach Angaben des kanarischen Vulkanforschungsinstituts Involcan könnten die Eruptionen noch bis zu zwölf Wochen dauern.

Weitere Häuser evakuiert

Die Behörden auf La Palma ordneten jetzt weitere Evakuierungen für Teile der Ortschaft El Paso an. Zuvor hatten bereits mehr als 6.000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Hunderte Häuser und weite Landstriche wurden durch die Lava bereits zerstört. Die regionalen Behörden schätzen den Schaden auf weit mehr als 400 Millionen Euro. Todesopfer gab es bisher nicht.

Die Kanaren, zu denen auch die beliebten Ferieninseln Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote gehören, sind vulkanischen Ursprungs. Der Cumbre Vieja galt als schlafender Vulkan.

Quelle: AFP, (ans)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. September 2021 | 14:15 Uhr

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